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Gestaltung der digitalen Zukunft Europas
Report / Study | Veröffentlichung

Eine Studie über Investitionen in den lokalen und regionalen Gigabit-Breitbandausbau: Chancen und Herausforderungen für Marktinvestoren in der EU

Die Studie über Investitionen in die Gigabit-Anbindung führt zu mehreren Vorschlägen, wie private Investitionen in die digitale Infrastruktur gefördert werden können, um die Konnektivitätsziele zu erreichen.

Konnektivität für den digitalen Wandel

Private Investitionen sind von entscheidender Bedeutung, um die Konnektivitätsziele der digitalen Dekade bis 2030 zu erreichen. Bis 2030 sollen alle Haushalte in der EU mit Gigabit-Anbindungen und alle besiedelten Gebiete mit 5G-Netzen verbunden werden. Die umfassende Verfügbarkeit hochgeschwindigkeitsfähiger, fortschrittlicher Konnektivität wird auch die wichtigste Ressource für die Unterstützung der Ziele der digitalen Dekade in den Bereichen digitale Kompetenzen, digitale Technologien für Unternehmen und die Verfügbarkeit wichtiger öffentlicher Dienste im Internet sein.

Im Jahr 2020 schätzte die EIB eine Investitionslücke in Höhe von 250 Mrd. EUR in der EU für den Einsatz von Gigabit und 5G, um die mittelfristigen Ziele für 2025 zu erreichen. Private Investitionen werden daher von entscheidender Bedeutung sein, um die Ziele für 2030 zu erreichen, die möglicherweise durch europäische und nationale öffentliche Mittel und Finanzinstrumente mobilisiert werden.

Förderung von Investitionen in die Konnektivität

Grundlage der Studie ist eine Reihe von Interviews mit Investoren, Fonds, Banken, Betreibern und Regulierungsbehörden. Ziel der Studie war es, die Kriterien zu verstehen, die Investoren bei der Bewertung von Investitionsmöglichkeiten im Zusammenhang mit Konnektivitätsinfrastrukturprojekten zugrunde legen. Die Interviews haben gezeigt, dass die Anleger die Investitionsmöglichkeiten sorgfältig prüfen, um zu verstehen, wie sicher sie langfristig sind, welche potenziellen finanziellen Erträge sie haben und welche möglichen Risiken damit verbunden sind.

Um private Investitionen zu fördern, sollten die Behörden folglich die langfristige Sichtbarkeit von Investitionen erhöhen und Hindernisse für die Einführung beseitigen. Die Behörden sollten großen Projekten Vorrang einräumen(durch die Beteiligung mehrerer Gemeinden) und Investitionen in die risikoreichsten Gebiete fördern, indem sie Projektträgern dabei helfen, die ersten Einnahmen zu erzielen, und indem sie eine mögliche langfristige Nutzung der Projekte sicherstellen.

Darüber hinaus sollten die Behörden die Kommunen technisch unterstützen, um die Zahl der Projekte im Bereich der Konnektivität zu erhöhen. Sie sollten Investoren ausbilden und in zunehmendem Maße kleine Projekte unterstützen. Sie sollten eine maßgeschneiderte Unterstützung für ländliche Gebiete entwickeln, die für Investoren weniger attraktiv sein kann.

Die Studie enthält eine Reihe von Vorschlägen zur Entwicklung besserer Verbindungen zwischen Projektträgern und Investoren. Insbesondere:

  • Anregung des Europäischen Innovationsrats, EU-Breitbandinvestoren einzubeziehen.
  • Ein „EU-Beratungsausschuss für Breitbandinvestitionen“ könnte alle Arten von Investoren zusammentragen, um sich regelmäßig über den Stand der EU-Breitbandinvestitionen auszutauschen.
  • Schaffung von Verbindungen zwischen Projektträgern und Investoren auf EU-Ebene:
    • Entwicklung eines speziellen Breitbandinvestitionsportals als wichtigste Anlaufstelle für Investoren, Projektträger und Behörden
    • Einrichtung einer jährlichen Investorenkonferenz (im Rahmen der Breitbandtage), einer Gelegenheit zur Vernetzung, Vorführung von Fallbeispielen usw.
    • Entwicklung von Schulungen zur Investitionsbereitschaft durch die Breitbandkompetenzbüros
  • Entwicklung regelmäßiger Networking-Veranstaltungen auf nationaler Ebene

 

Weitere Informationen finden Sie in der Studie.