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Gestaltung der digitalen Zukunft Europas
Report / Study | Veröffentlichung

Studie über regulatorische Anreize für den Aufbau von Netzen mit sehr hoher Kapazität: Empfehlungen der Kommission zum Zugang

In der Studie wird über die Anwendung zweier Empfehlungen der Kommission im Bereich der Zugangsregulierung berichtet und analysiert, wie die Leitlinien im Einklang mit dem Europäischen Kodex für die elektronische Kommunikation angepasst und aktualisiert werden könnten.

Die Empfehlung über den Zugang der nächsten Generation (NGA) (2010) und die Empfehlung zur Nichtdiskriminierung und Kostenrechnungsmethode (2013) gaben den Regulierungsbehörden Orientierungshilfen an die Hand, um die Kohärenz in Bezug auf die Verpflichtungen zu fördern, die Betreibern mit beträchtlicher Marktmacht auf einem Breitbandmarkt auferlegt werden.

In der Studie wird über die Regulierungsansätze berichtet, die von den nationalen Regulierungsbehörden (NRB) in den von den bestehenden Empfehlungen, der Next Generation Access (NGA-Empfehlung (2010)) und der Empfehlung zur Nichtdiskriminierung und Kostenrechnungsmethode (2013) abgedeckten Bereichen angewandt wurden, und analysiert, wie die derzeitigen Leitlinien angesichts der in den vergangenen Jahren eingetretenen regulatorischen, technologischen und wirtschaftlichen Veränderungen angepasst und/oder aktualisiert werden könnten. Insbesondere der im Dezember 2018 angenommene und im Dezember 2020 in Kraft getretene europäische Kodex für die elektronische Kommunikation (EKEK) führt wichtige Änderungen im Bereich der Zugangsregelung ein, um Anreize für Investitionen in Netze mit sehr hoher Kapazität zu schaffen und gleichzeitig den Wettbewerb zum Nutzen der Verbraucher zu wahren.

Die Studie, die sich auf Erhebungen bei nationalen Regulierungsbehörden und Netzbetreibern in der EU, Interviews, Fallstudien, Sekundärforschung und Workshops mit den NRB und Interessenträgern stützt, konzentriert sich auf sechs Schlüsselbereiche: Preiskontrollverpflichtungen, einschließlich Preisflexibilität für NGA-Produkte; Verpflichtungen zur Nichtdiskriminierung; Zugang zu baulichen Infrastrukturen; Umstellung von Kupfer auf Glasfaser, der Ansatz für Kooperationsvereinbarungen, eine kommerzielle Initiative und die geografische Differenzierung der Abhilfemaßnahmen.

Ergebnisse

Die Ergebnisse der Studie deuten darauf hin, dass viele Aspekte der derzeitigen Zugangsempfehlungen nach wie vor zweckmäßig sind, dass aber eine weitere Verfeinerung erforderlich ist. Die Studie führte zu einer Reihe von Empfehlungen, u. a. zu folgenden Themen:

  • die Nutzung der Preisflexibilität insgesamt;
  • der „Kupferanker“;
  • die Prüfung der wirtschaftlichen Replizierbarkeit (ERT);
  • Mengenrabatte und langfristige Preise;
  • Flexibilität und Maßnahmen zum Schutz des Infrastrukturwettbewerbs;
  • die Preisspanne;
  • Preise für bauliche Infrastruktur mit beträchtlicher Marktmacht;
  • Berechnung des Zugangs der nächsten Generation/VHCN-Risikoprämie;
  • Wahl zwischen Gleichwertigkeit des Inputs (EoI) und Gleichwertigkeit des Outputs (EoO);
  • die Prüfung der technischen Replizierbarkeit (TRT);
  • Umgang mit Informationsasymmetrie;
  • effektiver Zugang zu Altrohren;
  • Verbesserung der Qualität der Datenbanken und der Bestellverfahren;
  • Anpassung der Nachfolgeempfehlung an die Richtlinie über die Senkung der Breitbandkosten;
  • Bedingungen, die eine Überprüfung der Verpflichtungen mit beträchtlicher Marktmacht außerhalb des Zyklus rechtfertigen;
  • Beteiligung der NRB an der Ausarbeitung von Kooperationsvereinbarungen;
  • geografisch differenzierte Marktabgrenzung gegenüber differenzierten Abhilfemaßnahmen;
  • die empfohlene Kündigungsfrist für den Übergang zur Faser;
  • mögliche Abweichung vom Grundsatz der Kostenorientierung bei Altdiensten im Zusammenhang mit der Umstellung auf Glasfasernetze;
  • und das Ausmaß, in dem die NRB den Migrationsprozess überwachen sollten.

Hintergrund

Diese Studie ist einer der Beiträge zur Unterstützung der GD Connect bei der Überarbeitung von zwei Empfehlungen, die die Kommission Anfang der 2010er Jahre im Bereich der Empfehlungen zum Telekommunikationszugang abgegeben hatte. Die in dieser Studie dargelegten Informationen und Ansichten entsprechen denen der Verfasser und spiegeln nicht unbedingt die offizielle Meinung der Europäischen Kommission wider.

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