
Den gemeinsamen Vorsitz führten Henna Virkkunen, Exekutiv-Vizepräsidentin für Tech-Souveränität, Sicherheit und Demokratie, Maroš Šefčovič, EU-Kommissarin für Handel und wirtschaftliche Sicherheit, und Ekaterina Zaharieva, EU-Kommissarin für Start-ups, Forschung und Innovation. Auf indischer Seite waren die Ko-Vorsitzenden Außenminister Dr. S. Jaishankar, Handels- und Industrieminister Shri Piyush Goyal und Minister für Eisenbahnen, Information & Rundfunk, Elektronik & Informationstechnologie Ashwini Vaishnaw.
Die Ergebnisse der Sitzung folgen der Arbeit der drei Arbeitsgruppen des TTC. In den Bereichen strategische Technologien, digitale Governance und digitale Konnektivität werden die EU und Indien den auf den Menschen ausgerichteten digitalen Wandel sowie die Entwicklung von künstlicher Intelligenz (KI), Halbleitern, Hochleistungsrechnen und 6G beschleunigen. Konkret einigten sich die EU und Indien darauf, auf die Interoperabilität digitaler öffentlicher Infrastrukturen hinzuarbeiten. Im Bereich der KI werden das Europäische Amt für KI und die Indien-KI-Mission die Zusammenarbeit beispielsweise bei großen Sprachmodellen (LLM) und KI für die menschliche Entwicklung und das Gemeinwohl vertiefen, unter anderem durch gemeinsame Projekte wie die Entwicklung von Instrumenten und Rahmen für ethische und verantwortungsvolle KI.
In Bezug auf grüne und saubere Energietechnologien bestätigten die beiden Partner die bisher guten Fortschritte, indem sie indische und EU-Startups mit potenziellen Partnern und Investoren im Bereich des Batterierecyclings für E-Fahrzeuge verbunden haben. Beide Partner einigten sich auf eine Forschungskooperation in den Bereichen Kunststoffabfälle im Meer, Abfall zu erneuerbarem Wasserstoff und Recycling von Batterien für E-Fahrzeuge mit einer gemeinsamen Investition von rund 60 Mio. EUR. Die EU und Indien veranstalteten Anfang der Woche auch einen Workshop zu Ladestandards für E-Fahrzeuge.
In Bezug auf Handel, Investitionen und widerstandsfähige Wertschöpfungsketten vereinbarten die EU und Indien, ihre Zusammenarbeit bei der Stärkung der Lieferketten, insbesondere für Agrarerzeugnisse, saubere Technologien und pharmazeutische Wirkstoffe, zu verstärken. Sie untersuchten auch Möglichkeiten der Zusammenarbeit im multilateralen Handelssystem und erörterten Fragen des bilateralen Marktzugangs, die Überprüfung ausländischer Direktinvestitionen und die Umsetzung des CO2-Grenzausgleichssystems der EU.
Lesen Sie weitere Informationen über die wichtigsten Ergebnisse und die Gemeinsame Erklärung.
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