
In dem Instrumentarium werden Risikoszenarien skizziert und Minderungsmaßnahmen empfohlen, darunter die Bewertung kritischer Lieferanten, die Bedeutung herstellerübergreifender Strategien und Ansätze zur Überwindung von Abhängigkeiten von Lieferanten mit hohem Risiko. Sie ermächtigt die Mitgliedstaaten, die Sicherheit der IKT-Lieferkette zu stärken.
Die NIS2-Kooperationsgruppe, an der die EU-Mitgliedstaaten, die Europäische Kommission und die Agentur der Europäischen Union für Cybersicherheit (ENISA) beteiligt sind, hat das Instrumentarium entwickelt und wird seine Fortschritte in einem Jahr überprüfen.
Unter Hinweis darauf, wie wichtig es ist, die Sicherheit unserer IKT-Lieferketten zu gewährleisten, hat die Kommission in dem am 20. Januar 2026 vorgelegten überarbeiteten Rechtsakt zur Cybersicherheit auch einen vertrauenswürdigen Rahmen für die IKT-Lieferkette vorgeschlagen, der sich auf die Bewältigung nichttechnischer Risiken wie ausländische Einflussnahme konzentriert, was einen harmonisierten Ansatz in den kritischsten Lieferketten ermöglichen wird. Die Freigabe umfasst auch zwei Risikobewertungen, die sich auf vernetzte und automatisierte Fahrzeuge sowie auf Erkennungsgeräte an Grenzen und beim Zoll konzentrieren. Diese Berichte bieten eine umfassende Analyse der Cybersicherheitsrisiken, ihrer potenziellen Folgen und der erforderlichen Minderungsmaßnahmen.
Henna Virkkunen, Exekutiv-Vizepräsidentin für Tech-Souveränität, Sicherheit und Demokratie, erklärte:
„Cyberangriffe auf IKT-Lieferketten werden immer ausgefeilter und können sich auf unsere Sicherheit und Wirtschaft auswirken. Mit der Einführung des ICT Supply Chain Security Toolbox verstärken wir unsere Bemühungen, sie zu schützen, indem wir unser gemeinsames Verständnis über Risiken und deren Minderung verbessern.“
Weitere Informationen zum Instrumentarium und zu Risikobewertungen finden Sie hier.