Skip to main content
Gestaltung der digitalen Zukunft Europas
  • NEWS ARTICLE
  • Veröffentlichung 29 November 2024

Standards und Plattformentwicklung, die Innovationen in der Landwirtschaft ermöglichen – eine Ökosystemperspektive

Um die Macht der Digital- und Datentechnologien freizusetzen, ist es von entscheidender Bedeutung, die Entwicklung und Nutzung von Standards und Plattformen zu fördern, die auf spezifische sektorale Bedürfnisse und organisatorische Rahmenbedingungen zugeschnitten sind.

A person standing in the middle of fields, holding a tablet, with several agricultural icons hovering over, suggesting the digitalisation of the agricultural sector.

Getty Images © WINEXA

Die Europäische Kommission hat einen Bericht des Walton Institute mit dem Titel "Boostingthe Twin Transition in Agriculture and a Resilient Innovation Ecosystem: Standards und Platformisierung im Rampenlicht". Dieser Bericht untersucht die Rolle von Technologiestandards und digitalen Plattformen bei der Transformation des Agrarsektors. Sie ist Teil des Engagements Europas, die Wettbewerbsfähigkeit neben dem digitalen und dem ökologischen Wandel in der Landwirtschaft zu fördern. Die Kapitalisierung von Daten, z. B. durch KI, sowie die Rolle von Standards werden zentrale Schwerpunkte in der Arbeit der künftigen Kommission bilden.

Der Bericht bringt empirische Einschätzungen und Erkenntnisse aus einem breiten Spektrum von Stakeholdern zusammen. Er unterstreicht die Bedeutung formaler Standards und Quasi-Standards für die Gewährleistung der Interoperabilität zwischen landwirtschaftlichen Technologien. Digitale Plattformen werden für ihre Rolle bei der Förderung von Innovation, Datenaustausch und Zusammenarbeit im AgriTech-Sektor anerkannt.

Darin werden die Relevanz von Plattformen und verschiedenen Arten von Standards für den digitalen und ökologischen Wandel in der Landwirtschaft in der EU sowie die Chancen und Herausforderungen ihrer wirksamen Nutzung im Dienste des Sektors und des Innovationsökosystems erörtert. Es werden mehrere Herausforderungen ermittelt, wie die Fragmentierung in der „Landschaft der Standards“, mangelnde Kapazitäten, der Ansatz, in Projektzyklen und/oder auf der Ebene eines Anwendungsfalls zu arbeiten, sowie die Vielfalt des Agrarsektors. 

Die sektorübergreifende Koordinierung ist von entscheidender Bedeutung, um sich überschneidende oder konkurrierende Normen zu verringern. Es ist auch wichtig für die Art und Weise, wie die Interessen der Branche in Innovationsprozessen berücksichtigt werden, da es eine große Anzahl sehr kleiner Unternehmen ohne Fachwissen in Bezug auf Standards gibt. Die Unterstützung einer breiteren Übernahme bestehender Standards kann auch dazu beitragen, Kompatibilitätsprobleme in der Branche anzugehen.

Der Bericht enthält mehrere gezielte politische Empfehlungen. Es wird vorgeschlagen, dass die EU-Politik ein günstiges Umfeld für die Annahme von Standards in der gesamten Landwirtschaft fördert. Dies könnte finanzielle Anreize oder technische Leitlinien umfassen, um Organisationen bei der wirksamen Umsetzung von Normen zu unterstützen. In dem Bericht wird auch betont, wie wichtig es ist, Innovationen durch Maßnahmen zu skalieren, die den digitalen Wandel und die ökologische Nachhaltigkeit fördern, einschließlich Vorschlägen für die Umsetzung von EU-Programmen.

Darüber hinaus wird in dem Bericht empfohlen, Rahmenbedingungen für die Zusammenarbeit zwischen den Interessenträgern zu schaffen. Dieser Ansatz würde sicherstellen, dass die Entwicklung von Normen vielfältige Perspektiven einschließt, einschließlich kleiner und mittlerer Unternehmen (KMU) und Landwirten. In dem Bericht wird auch eine kontinuierliche Überwachung neuer und aufkommender Technologien gefordert. Dies würde dazu beitragen, dass die Normen mit dem technologischen Fortschritt Schritt halten. Die Autoren identifizieren Forschungs- und Wissenslücken, die weiter untersucht werden müssen, z. B. das Ausmaß, in dem Akteure im Innovationsökosystem Cyber-bewusst sind, und die Rolle von Standards in diesem Zusammenhang.

Durch die Priorisierung von Standards und der Entwicklung von Plattformen sieht der Bericht ein widerstandsfähiges und nachhaltiges AgTech-Innovationsökosystem und einen Hebel für die Leistung des Agrarsektors vor. Dieser Ansatz steht im Einklang mit den europäischen Zielen der ökologischen Nachhaltigkeit, des digitalen Wandels und eines wettbewerbsfähigen Agrarsektors.

Lesen Sie mehr über die Digitalisierung des europäischen Agrarsektors.

Downloads

Boosting the Twin Transition in Agriculture and a Resilient Innovation Ecosystem
Herunterladen