Österreichs nationale digitale Konnektivitätsstrategie zielt darauf ab, bis 2030 symmetrische Gigabit-Verbindungen (fest und mobil) im ganzen Land vollständig abzudecken.
Österreich entscheidet sich für den marktorientierten Netzausbau und beabsichtigt, die Verwendung öffentlicher Mittel auf den Bereich zu beschränken, in dem sie unbedingt erforderlich sind, insbesondere in Gebieten mit den geringsten Chancen, von Investitionen des privaten Sektors zu profitieren. Das neue Telekommunikationsgesetz, das auf dem europäischen Kodex für die elektronische Kommunikation beruht, ist eine wichtige Säule zur Schaffung eines investitionsfreundlichen Umfelds für den Privatsektor.
Nationale Strategie und Politik für digitale Konnektivität
Zuständige Behörden
- Bundeskanzleramttreibt Digitalisierung und digitale Transformation in Österreich voran. Sie ist für die Verbesserung der Rahmenbedingungen für den digitalen Wandel sowie für die Koordinierung und Umsetzung von E-Government-Lösungen zuständig.
- Das BreitbandbüroistTeil des Bundesministeriums für Wohnen,Kunst, Medien und Sport (Bundesministerium für Wohnen, Kunst, Kultur, Medien und Sport) und fungiert als nationales Kompetenzzentrum für Kommunen,Länder und Betreiber, um den Aufbau digitaler Konnektivitätsnetze in Österreich zu fördern. Sie unterstützt die Länder bei der Entwicklung digitaler Konnektivität, stellt Kontakte zwischen Kommunen und Betreibern her und beantwortet Fragen von Kommunen und Bürgern.
- Die RTR (Rundfunk-und Telekom Regulierungs-GmbH)fungiert als NRB zur Regulierung des Telekommunikationsmarktes.
Hauptziele für die Entwicklung digitaler Konnektivität
Österreichs Breitbandstrategie 2030 wurde im August 2019 verabschiedet. Ziel ist die Förderung des Breitbandausbaus mit dem Ziel, bis 2030 allen Haushalten, Unternehmen und öffentlichen Einrichtungen den Zugang zu einem Gigabit-Netz zu ermöglichen. Dieses Ziel wird durch die Bereitstellung der notwendigen Ressourcen für den Einsatz von Gigabit-Netzwerken in Gebieten mit Marktversagen unterstützt.
Digitale Konnektivität ist einer der Schwerpunkte des Digital Austria Act - des digitalen Arbeitsprogramms der Bundesregierung. Ziel ist es, bis 2030 feste und mobile Gigabit-fähige Verbindungen im Bereich der Kommunikationsinfrastruktur bundesweit zur Verfügung zu stellen.
Wichtigste Maßnahmen für die Entwicklung der digitalen Konnektivität
- Der Österreichische Breitbandatlas ist die zentrale Informationsplattform zur digitalen Konnektivitätsabdeckung in Österreich. Mittels Karten werden die Abdeckung für feste und mobile digitale Konnektivitätsnetze sowie alle geförderten Projekte der digitalen Konnektivitätsinitiativen öffentlich zugänglich gemacht. Alle Daten aus dem Breitbandatlas stehen auf Open Data Austria zum Download zur Verfügung.
- Das Forum Mobile Communication (FMK) betreibt ein Sender-Infrastruktur-Mapping (Senderkataster)für Mobilfunk- und Funksenderstationen.
- Der RTR Netztest informiert die Nutzer über die aktuelle Servicequalität (einschließlich Upload, Download, Ping, Signalstärke) ihrer Internetverbindung. Darüber hinaus kann auf eine Kartenansicht und Statistiken früherer Tests zugegriffen werden.
- Eine Task Force, die Plattform für Infrastrukturausbau PIA 2030 (Internet Infrastructure Austria 2030 Platform), wurde eingerichtet, um den VHCN-Einsatz zu beschleunigen. Die Taskforce koordiniert das Zusammenwirken von Bund, Ländern, Gemeinden, Städten, Behörden und Privatwirtschaft und hilft bei der Weiterentwicklung rechtlicher, regulatorischer und technischer Maßnahmen im Rahmen des digitalen Konnektivitätsaufbaus.
- Fahrplan für die Umsetzung des Konnektivitätsinstrumentariums: Österreich kündigte Pläne für das dezentrale Genehmigungsverfahren an – die Zuständigkeiten verteilen sich auf Bund, Länder und Kommunen. Einige der in Betracht gezogenen Maßnahmen sind i) die Einführung von Genehmigungsbefreiungen, ii) beschleunigte Verfahren und iii) die Förderung der Anwendung bestehender leichterer Verfahren für die Erteilung von Genehmigungen mit allen verantwortlichen Interessenträgern sowie eine digitale Verwaltungsplattform.
Nationale Finanzierungsinstrumente für digitale Konnektivität
Die Initiativen Broadband Austria 2020 und Broadband Austria 2030 unterstützen den Aufbau einer digitalen Konnektivitätsinfrastruktur. Im April 2021 kündigte die Regierung an, 1,4 Mrd. EUR in den Glasfaserausbau in unterversorgten Regionen zu investieren. Die Mittel stammen aus der Aufbau- und Resilienzfazilität (456 Mio. EUR), den Erlösen aus den 5G-Frequenzauktionen (389 Mio. EUR) und aus dem nationalen Haushalt. Mit dieser Maßnahme wird der Rückstand Österreichs beim Aufbau ländlicher Gigabit-fähiger Zugangsnetze behoben und somit die Ziele der österreichischen Breitbandstrategie 2030 und der EU-Gigabit-Ziele unterstützt.
- BBA2020: 650+ Förderempfänger in 1.790+ Projekten mit 916 Millionen Förderzusagen (Länder-, Länder- und ELER-Mittel),
- BBA2030: 310+ Förderempfänger in 360+ Projekten mit 1,076 Millionen Förderzusagen (Land und Länder),
- Bis Ende 2024 sollen rund 580.000 Haushalte von den Fördermitteln der Initiativen Broadband Austria 2020 und Broadband Austria 2030 profitieren. Es ist ermutigend, dass im Rahmen des geförderten Breitbandausbaus bereits ein großer Teil der Haushalte, mehr als 60 Prozent, einen FTTP-Anschluss erhält.
- Mit dem BBA2020 & BBA2030: 300 KMU, 650 Bildungseinrichtungen, 30 öffentliche Einrichtungen und 30 landwirtschaftliche Unternehmen erhalten einen Glasfaseranschluss.
Neben der Bundesförderung bieten mehrere österreichische Bundesländer weitere Fördermittel für den Ausbau des ultraschnellen Internets an.
Österreichs Aufbau- und Resilienzplan unterstützt den digitalen Wandel mit Investitionen in Gigabit-Netze, die die Hälfte der österreichischen Haushalte erreichen, und stellt 891 Mio. EUR für diese Investitionen bereit. Die Konnektivität wird durch die Unterstützung des weit verbreiteten Aufbaus von Gigabit-fähigen Zugangsnetzen angegangen und macht den größten Teil der digitalbezogenen Ausgaben des Plans aus, wobei anerkannt wird, dass die Versorgung mit fest installierten VHC-Netzen in ländlichen Gebieten erhöht werden muss. Mit den Mitteln aus der Aufbau- und Resilienzfazilität wird der Ausbau von Gigabit-fähigen Zugangsnetzen für insgesamt 150.000 Haushalte mit einem Budget von 456,2 Mio. EUR unterstützt. Der ARP Österreichs hat einen Gesamtwert von 4,5 Mrd. EUR.
Daten zur Entwicklung digitaler Konnektivität und Technologien in Österreich
Die neuesten Daten über die Abdeckung digitaler Konnektivität, Abonnements und Penetrationen sowie die Abdeckung verschiedener digitaler Konnektivitätstechnologien finden Sie in den Länderberichten über die digitale Dekade.
Veröffentlichungen und Pressedokumente auf nationaler und EU-Ebene
Englisch
- Handbuch für Breitbandinvestitionen
- Mobilfunk- und Festnetz-Breitbandpreise in Europa bis 2022
- Studie über nationale Breitbandpläne in der EU-27
- Berichte und Analysen zur Breitbandkonnektivität
Deutsch
- Breitbandstrategie 2030
- 5G-Strategie
- Digital Austria Act
- Spektrumfreigabeplan 2022 bis 2026
- Internet via Satellit - Technologie, Leistungsfähigkeit und Anwendungsbereiche
Kontaktinformationen
Breitbandbüro im Bundesministerium für Wohnen, Kunst, Kultur, Medien und Sport (Bundesministerium für Wohnen, Kunst, Kultur, Medien und Sport)
Kontakt per E-Mail
Adresse: Radetzkystraße 2, 1030 Wien, Österreich
+43 1 51433 506929
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+43 1 58058 0
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