Die italienische Strategie für Ultrabreitband zielt darauf ab, Gigabit-Konnektivität für alle bereitzustellen, und plant Maßnahmen in mehreren Bereichen, um Konnektivität für diejenigen bereitzustellen, die bisher keinen Zugang zu Netzen mit sehr hoher Kapazität haben.
Nationaler Plan und Politik für digitale Konnektivität
Zuständige Behörden
- Das Ministerium für Telekommunikation (Generaldirektion Digitales und Telekommunikation) im Ministerium für Unternehmen und Made in Italy (Ministero delle Imprese e del Made in Italy) ist für die Planung und Umsetzung des nationalen Plans für digitale Konnektivität und der Telekommunikationsinfrastrukturen Italiens zuständig. Sie verwaltet auch das italienische nationale Register der Infrastrukturen (SINFI).
- Die Abteilung für digitale Transformation (Dipartimento per la trasformazione digital) unter dem Vorsitz des Ministerrates ist für die Koordinierung der staatlichen Maßnahmen zur Transformation und Modernisierung durch digitale Technologien zuständig.
- Die Agentur für Digitales Italien (AgID) unterstützt in Bereichen im Zusammenhang mit Fragen der öffentlichen Verwaltung, der digitalen Konnektivität mit öffentlichen Ämtern und speziellen öffentlichen Nutzern und der Integration der Konnektivität mit fortschrittlichen digitalen Diensten.
- AGCOM, die nationale Regulierungsbehörde für den Sektor, nimmt Regulierungs- und Aufsichtsaufgaben in den Bereichen elektronische Kommunikation, audiovisuelle Medien, Verlagswesen, Post und Online-Plattformen wahr.
Hauptziele und Maßnahmen für die Entwicklung digitaler Konnektivität
Die italienische Strategie für Ultrabreitband für die Gigabit-Gesellschaft (Mai 2021) umfasst sieben Interventionsbereiche: a) Plan für weiße Flächen, b) Gutscheinplan, c) Plan Italien 1 Giga, d) Italien 5G-Plan, e) Plan für vernetzte Schulen, g) Plan für vernetzte Gesundheit und h) Plan für kleine Inseln.
- Der Plan Italien 1 Giga mit einer geplanten Mittelzuweisung von 3,8 Mrd. EUR zielt darauf ab, 1 Gbit/s Download- und 200-Mbit/s-Upload-Geschwindigkeiten in Grau- und Marktversagensbereichen bereitzustellen, die nach Abschluss einer Kartierung festzulegen sind. Gemäß dem Grundsatz der Technologieneutralität sollen bis 2026 insgesamt 8,5 Millionen Haushalte erfasst werden.
- Der italienische 5G-Plan mit einer Mittelzuweisung von 2,02 Mrd. EUR zielt darauf ab, Anreize für den Aufbau von 5G-Mobilfunknetzen in Bereichen mit Marktversagen zu schaffen.
Die italienische Strategie für Ultrabreitband 2023-2026 wurde am 6. Juli 2023 vom Interministeriellen Ausschuss für den digitalen Wandel (CITD) gebilligt. Die Strategie zielt darauf ab, die Überwachung und Planung zu verbessern und die öffentlichen Investitionen in den Aufbau von Netzen mit hoher Kapazität zu optimieren. Die Strategie bestätigt bestehende Initiativen und führt zusätzliche Maßnahmen zur Überwachung und Entwicklung der Festnetzinfrastruktur, der 5G-Netze der nächsten Generation und der Einführung innovativer Dienste ein. Das übergeordnete Ziel der Strategie besteht darin, eine Festnetzabdeckung mit Geschwindigkeiten (Übertragungskapazität in der Hauptverkehrszeit und für jeden aktiven Kunden) von mindestens 1 Gbit/s für alle Bürgernummern/Gebäudeeinheiten und eine FWA-Abdeckung (Fixed Wireless Access) in den entlegensten Gebieten mit einer Mindestgeschwindigkeit von 100 Mbit/s für jeden aktiven Kunden in der Hauptverkehrszeit bereitzustellen.
Nationale und regionale Finanzierungsinstrumente und -maßnahmen für die digitale Konnektivität
Der Aufbau- und Resilienzplan Italiens unterstützt den digitalen Wandel mit Investitionen in die Konnektivität, um den weitverbreiteten Aufbau von Netzen mit sehr hoher Kapazität, einschließlich 5G und Glasfaser, zu fördern, wobei 5,3 Mrd. EUR für die Umsetzung der Strategie für Ultrabreitband bereitgestellt werden. Der Plan sieht Mittelzuweisungen für die folgenden fünf Projekte vor:
- Italien 1 Giga
- Italien 5G
- Vernetzte Schulen mit dem Ziel, den rund 10.000 Schulen eine hochmoderne Konnektivität (mindestens 1 Gbit/s) zu bieten
- Vernetzte Gesundheitseinrichtungen, die etwa 12.000 Krankenhäuser und Gesundheitseinrichtungen abdecken sollen (mindestens 1 Gbit/s und bis zu 10 Gbit/s Konnektivität)
- Vernetzte kleinere Inseln, mit dem Ziel, 21 kleinere Inseln über U-Boot-Glasfaserkabel angemessen anzubinden
Der nationale Fahrplan Italiens für die Umsetzung des Konnektivitätsinstrumentariums umfasst mehrere Reformen. Insbesondere zur Straffung der Genehmigungsverfahren für Bauarbeiten, zur Verbesserung der Transparenz und zur Stärkung der Kapazitäten der zentralen Informationsstelle sowie zur Ausweitung des Rechts auf Zugang zu bestehenden physischen Infrastrukturen.
Daten zur Entwicklung digitaler Konnektivität und Technologien in Italien
Die neuesten Daten über die Abdeckung digitaler Konnektivität, Abonnements und Penetrationen sowie die Abdeckung verschiedener digitaler Konnektivitätstechnologien finden Sie in den Länderberichten über die digitale Dekade.
Veröffentlichungen und Pressedokumente auf nationaler und EU-Ebene
Englisch
Italienisch
- Strategia italiana für Banda Ultra Larga 2023-2026
- Sistema Informativo Nazionale Federato delle Infrastrutture (SINFI) (englisch)
Kontaktinformationen
BCO Italien (nationales Breitband-Kompetenzbüro): Ministerium für Unternehmen und Made in Italy (Ministero delle Imprese e del Made in Italy)
Agentur für Digitales Italien (Agenzia per l’Italia Digitale, AgID)
Behörde für Kommunikationsgarantien (Autorità per le garanzie nelle comunicazioni, AGCOM)
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