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Gestaltung der digitalen Zukunft Europas

Aufrufe des Mediensektors – EU-Unterstützung für Medienfreiheit und Pluralismus

Die Kommission hat die Grundsätze der Medienfreiheit und des Medienpluralismus durch ein breites Spektrum von Pilotprojekten und vorbereitenden Maßnahmen unterstützt.

    Medienproduzent

© yanyong - iStock Getty Images Plus 1600px

Im Zeitraum 2021-2027 werden Maßnahmen zur Überwachung und Bewertung der Risiken für Medienpluralismus und -freiheit im Rahmen des Programms Kreatives Europa unterstützt.

OFFENE ANRUFE

Presse- und Medienräte

Ziel dieser Maßnahme ist es, die Position von Presse- und Medienräten in einem konvergenten Medienumfeld weiter zu stärken und zur Weiterentwicklung deontologischer Standards beizutragen. Die Ergebnisse werden die Entwicklung und Pflege einer Datenbank über Medienselbstregulierungseinrichtungen umfassen; Austausch bewährter Verfahren; Unterstützung neuer Medienräte; Schulungen für Journalisten; Zusammenarbeit mit den Medienregulierungsbehörden; Unterstützung bei der Entwicklung journalistischer Standards. Sie folgt auf die vorbereitende Maßnahme „Medienräte im digitalen Zeitalter“.

Budget: 1 000 000 EUR

Frist: 20. September 2022

 

Schneller Reaktionsmechanismus

Es wird erwartet, dass diese Maßnahme praktische Hilfe zum Schutz bedrohter Journalisten leisten wird, einschließlich konkreter Instrumente wie Beratung und rechtliche Unterstützung sowie Bereitstellung von Unterkünften und logistischer Hilfe, damit die gezielten Journalisten ihre beruflichen Tätigkeiten fortsetzen können. Dies kann bei Bedarf finanzielle Unterstützung beinhalten. Das Projekt wird auch Besuche in betroffenen Ländern organisieren. Anti-Immunity-Maßnahmen werden durch Advocacy unterstützt. Die eingesetzten Werkzeuge werden von Fall zu Fall an die individuellen Bedürfnisse angepasst.

Budget: 3 100 000 EUR

Frist: 20. September 2022

 

Unterstützung lokaler und regionaler Nachrichtenmedien angesichts aufstrebender Nachrichtenwüsten

Lokale, regionale und gemeinschaftliche Medien fördern sozialen Zusammenhalt und Demokratie. Neue Konsumgewohnheiten und sinkende Einnahmen stellen dennoch ihre Geschäftsmodelle in Frage, was den Zugang der Bürger zu zuverlässigen und vielfältigen Informationen in bestimmten Bereichen gefährdet. Diese neue Aufforderung zur Einreichung von Vorschlägen zielt daher darauf ab, Innovationen und langfristige Widerstandsfähigkeit in den lokalen, regionalen und kommunalen Medienökosystemen zu unterstützen und das Verständnis für das Phänomen der „Medienwüsten“ zu verbessern. 

Budget: 1 990 000 EUR

Frist: 19. September 2022

 

 

AUFFORDERUNGEN ZUR BEWERTUNG

Media Ownership Monitoring System

Am 18. Oktober 2021 wurde eine Aufforderung zur Einreichung von Vorschlägen veröffentlicht. Ziel dieses Pilotprojekts ist es, auf der Grundlage der im ersten Pilotprojekt erstellten Datenbank eine länderbezogene Datenbank mit Informationen über das Eigentum an Medien und einer systematischen Bewertung sowohl der einschlägigen rechtlichen Rahmenbedingungen als auch der Risiken für die Transparenz des Medieneigentums bereitzustellen.

Budget: 500,000 EUR

 

LAUFENDE PROJEKTE

Das Projekt wird eine länderbasierte Datenbank bereitstellen, die Informationen über das Eigentum an Medien sowie eine systematische Bewertung der relevanten rechtlichen Rahmenbedingungen und Risiken für die Transparenz des Eigentums an den Medien enthält. Das Projekt startete im September 2021 und wird von einem Konsortium unter der Leitung der Paris-Lodron Universität Salzburg (PLUS) betrieben.

EU-Unterstützung: bis zu 1 000 000 EUR

 

2. Studie über Medienpluralität und Vielfalt im Internet

Hauptziel dieser Studie ist es, der Kommission, den Mitgliedstaaten und den nationalen Regulierungsbehörden Elemente zur Unterstützung der Analyse von Medienpluralitäts- und Diversitätsfragen sowie der Eignung der derzeitigen medienspezifischen Vorschriften zur Wahrung der Medienfreiheit und des Medienpluralismus zur Verfügung zu stellen.Die Studie wird sich im Wesentlichen auf zwei, potenziell miteinander verbundene Aspekte konzentrieren:

  • Bekanntheit und Auffindbarkeit/Entdeckung von Inhalten und Diensten von allgemeinem Interesse
  • Maßnahmen zur Konzentration wirtschaftlicher Ressourcen zur Gewährleistung der Medienvielfalt im Internet

Das Projekt wurde im Juli 2021 gestartet und wird von einem Konsortium unter der Leitung des Europäischen Hochschulinstituts betrieben.

EU-Unterstützung: bis zu 370,000 EUR

 

3. Ein europaweiter Reaktionsmechanismus zur Verletzung der Presse- und Medienfreiheit

Der europaweite Krisenreaktionsmechanismus für Verletzungen der Presse- und Medienfreiheit umfasst Faktenfindung, Interessenvertretung, Überwachung und Sensibilisierung. Es wird Verstöße in den Vordergrund rücken und Journalisten praktische Hilfe bieten. Das Projekt begann am 4. Mai 2022 im Anschluss an eine Aufforderung zur Einreichung von Vorschlägen am 16. September 2021 und wird von einem Konsortium unter der Leitung des Europäischen Zentrums für Presse- und Medienfreiheit betrieben.

EU-Unterstützung: bis zu 1 950 000 EUR

 

4. Soforthilfefonds für investigative Journalisten und Medienorganisationen zur Gewährleistung der Medienfreiheit in der EU

Ziel dieser vorbereitenden Maßnahme ist die Einrichtung eines Soforthilfefonds für investigative Journalisten und Medienorganisationen, um die Presse- und Medienfreiheit zu verbessern und deren Verstöße zu verhindern, indem sie die Produktion unabhängiger journalistischer Qualität im öffentlichen Interesse, auch durch grenzüberschreitende Zusammenarbeit, unterstützt. Das Projekt begann am 1. Juni 2022 im Anschluss an eine Aufforderung zur Einreichung von Vorschlägen am 16. September 2021 und wird von einem Konsortium unter der Leitung des International Press Institute (IPI) betrieben.

EU-Unterstützung: bis zu 1 800 000 EUR

 

5. Kooperations- und Investigativjournalismus-Initiative – CIJI

Die Initiative des kooperativen und investigativen Journalismus ermöglicht neue Formen des Austauschs bewährter Verfahren, die Zusammenarbeit bei Forschung und Content-Produktion und den Zugang zu innovativen Tools für eine wachsende Zahl von Ethik- und Standards-adhärenten Medienschaffenden. Das Projekt begann am 1. September 2021 und wird von einem Konsortium unter der Leitung von Reporters Without Borders (RSF) betrieben.

EU-Unterstützung: bis zu 1 000 000 EUR

 

 

6. Überwachung des Medienpluralismus im digitalen Zeitalter

Der Media Pluralism Monitor ist ein wissenschaftliches Instrument zur Identifizierung potenzieller Risiken für den Medienpluralismus. Der Bericht 2021 wurde am 20. Juli 2021 veröffentlicht. Das Projekt wird vom Zentrum für Medienpluralismus und Medienfreiheit geleitet.

EU-Unterstützung: bis zu 1 100 000 EUR

 

7. Medienräte im digitalen Zeitalter

Ziel dieser vorbereitenden Maßnahme ist es, die Aktivitäten der Medienselbstregulierungsgremien weiter zu unterstützen und die Bedeutung der journalistischen Standards im modernen Medienumfeld zu fördern. Das Projekt begann am 1. April 2022. Es wird von einem Konsortium geleitet, das von der European Federation of Journalists (EFJ) geleitet wird.

EU-Unterstützung: bis zu 500,000 EUR

 

Zugehöriger Inhalt

Gesamtbild

Aufrufe des Mediensektors – EU-Unterstützung für den Nachrichtenmediensektor

Die Kommission zielt darauf ab, Projekte zu unterstützen, die strukturellen Herausforderungen der Medienbranchen begegnen und/oder ein freies, vielfältiges und pluralistisches Umfeld fördern.

Siehe auch

Die „News Initiative“

Ein freies, lebensfähiges und pluralistisches Medienumfeld ist der Schlüssel, um die Bürger auf dem Laufenden zu halten, zur Rechenschaft zu ziehen und offene, demokratische Gesellschaften zu stärken.