
Der Workshop zielte darauf ab, sowohl bestehende als auch aufkommende KI-Technologien zu identifizieren, die die einzigartigen Bedürfnisse der Branche erfüllen und aktuelle Lücken schließen. Zu den Teilnehmern zählten führende Fahrzeughersteller, Zulieferer, Automobil-Start-ups und Forschungsinstitute.
Es herrschte ein starker Konsens über die Notwendigkeit einer souveränen, offenen, sicheren und wettbewerbsfähigen KI-Wertschöpfungskette in ganz Europa. Die gewonnenen Erkenntnisse werden zu den laufenden Initiativen der Kommission beitragen, insbesondere zur Strategie „KI anwenden“. Diese Veranstaltung wurde von der GD CNECT gemeinsam mit der GD RTD, der GD GROW und der GD MOVE organisiert.
Höhepunkte der Sitzung und wichtige Schlussfolgerungen
- Strategische KI-Möglichkeiten: Die Teilnehmer hoben KI-Fortschritte in den Bereichen Engineering-Tools, Fahrerassistenz, virtuelle/erweiterte Realität und Fahrzeug-zu-Alles-Modelle hervor. Europa hat ein großes Potenzial, bei der Entwicklung zuverlässiger KI für sicherheitskritische Anwendungen führend zu sein.
- Entwicklungs- und Bereitstellungsherausforderungen: Zersplitterte Ökosysteme und ein eingeschränkter Datenzugang stellten große Hindernisse dar. Zu den vorgeschlagenen Lösungen gehörten der Aufbau verteilter Innovationsökosysteme, die Nutzung von Open-Source-Referenzmodellen und die Verbesserung der Bindung, Standardisierung und Infrastruktur von KI-Talenten.
- Regulierungskoordinierung: Experten erörterten die Angleichung des KI-Gesetzes, der Typgenehmigung und der C-ITS, um Innovationen zu fördern. Wie im Aktionsplan für die Automobilindustrie hervorgehoben, wurden grenzüberschreitende regulatorische Prüfstände für die Förderung des autonomen Fahrens in der gesamten EU anerkannt.
- Initiativen für den Datenaustausch: Die Schaffung einer europäischen Automobildatenplattform wurde vorgeschlagen, um die Datenverfügbarkeit zu verbessern und die Zusammenarbeit und Innovation in der Industrie zu erleichtern.
- Fortgeschrittene Computerlösungen: KI-Fabriken und modernste Computertechnologien wie In-Memory-Computing und RISC-V wurden als entscheidend für die Stärkung des europäischen KI-Ökosystems diskutiert.
- Anforderungen an die Konnektivität: Die Rolle der V2X-Technologie und der Ausbau der Telekommunikationsnetze wurden als wesentlich für die Erleichterung des vernetzten und automatisierten Fahrens angesehen, was die Notwendigkeit fortschrittlicher 5G- und Edge-Computing-Fähigkeiten unterstreicht.
Ergebnisse und nächste Schritte
Die EU hat die einzigartige Gelegenheit, bei der Entwicklung automobilspezifischer KI-Modelle und -Anwendungen eine Führungsrolle zu übernehmen, indem sie ihre industriellen Daten nutzt – wenn sie entschlossen und schnell handelt.
Wir fordern die Interessenträger, darunter Industrie, Zivilgesellschaft, Behörden und andere, auf, ihre Beiträge im Rahmen einer öffentlichen Konsultation einzureichen, die am 4. Juni 2025 endet. Dies wird dazu beitragen, Prioritäten und aktuelle Herausforderungen für die Einführung von KI in der Automobilbranche sowie mögliche Lösungen und politische Ansätze zu ermitteln.
Lesen Sie mehr Informationen
- Öffentliche Konsultation zur Anwendung der KI: Aufruf zur Beweisaufnahme
- Aktionsplan für die Automobilindustrie: Aktionsplan zur Förderung von Innovation, Nachhaltigkeit und Wettbewerbsfähigkeit
- KI-Strategie und -Politik: Aktionsplan für den KI-Kontinent