Die Digitalstrategie des Bundes und die Gigabit-Strategie für Deutschland ab 2022 zielen auf die bundesweite Versorgung mit Glasfaser und modernsten Mobilfunktechnologien aller Bereiche bis 2030 ab.
Nationale Strategie und Politik für digitale Konnektivität
Zuständige Behörden
- Das Bundesministerium für Digitalisierung und Staatsmodernisierung (Bundesministerium für Digitales und Staatsmodernisierung) ist für die Entwicklung der digitalen Konnektivität zuständig und hat sich zum Ziel gesetzt, die Voraussetzungen für den Ausbau von Glasfaser- und 5G-Netzen zu verbessern und den Wettbewerb zu stärken.
- Die Bundesnetzagentur für Elektrizität, Gas, Telekommunikation, Post und Eisenbahn (BNetzagentur) ist für die Umsetzung des im EU-Recht und im nationalen Recht festgelegten Regelungsrahmens zuständig.
- Das Gigabitbüro des Bundes (Gigabitbüro des Bundes) wurde als nationales Breitband-Kompetenzbüro (BCO) Deutschlands benannt. Sie unterhält Kontakte zu den Breitband-Kompetenzzentren der Länder.
Hauptziele für die Entwicklung digitaler Konnektivität
Das übergeordnete Ziel der im Juli 2022 veröffentlichten Gigabit-Strategie ist die landesweite, energie- und ressourceneffiziente Versorgung mit FTTH und den neuesten Mobilfunktechnologien aller Bereiche, in denen Menschen leben, arbeiten und reisen - auch in ländlichen Gebieten - bis 2030. Geplant sind verstärkte Anreize für eine autarke Expansion und bessere Rahmenbedingungen für Subventionen. In einem ersten Schritt ist eine Erhöhung der Versorgung mit Glasfaseranschlüssen für 50% aller Haushalte und Unternehmen bis Ende 2025 geplant. Im Mobilfunk werden bis 2026 flächendeckend unterbrechungsfreie drahtlose Sprach- und Datendienste für alle Endnutzer angeboten.
Die im August 2022 gestartete Digitalstrategie des Bundes für Deutschland zielt auf eine bundesweite Abdeckung mit Glasfaseranschlüssen, die Digitalisierung von Verwaltungsdienstleistungen für einen modernen und inklusiven Staat sowie Innovationen aus Wirtschaft und Forschung zum Wohle aller Menschen bis 2030 ab. Die Strategie sieht vor, dass bis 2025 die Hälfte aller Haushalte und Unternehmen über eine Glasfaseranbindung verfügen.
Wichtigste Maßnahmen für die Entwicklung der digitalen Konnektivität
- Das Telekommunikationsgesetz (TKG) wurde im Dezember 2021 geändert und führte das Recht aller Bürger auf die Verfügbarkeit von Sprachkommunikationsdiensten und Internetzugangsdiensten ein.
- Kartierung der digitalen Konnektivität: Als zentraler Informationspunkt zeigt der digitale Konnektivitätsatlas die digitale Durchdringung und Verfügbarkeit der Konnektivität. Darüber hinaus hat die Bundesnetzagentur einen bundesweiten Infrastrukturatlas ins Leben gerufen, um die Nutzung von Synergien beim Infrastrukturausbau zu erleichtern. Der Atlas enthält räumliche Daten über die Infrastruktur von Unternehmen und Institutionen, wie Geodaten über Glasfaserleitungen, Leerrohre, Funktürme und -masten sowie Funkstationen.
- Mit ihrer Mobilfunkstrategie hat die Bundesregierung große Pläne zur Verbesserung der Mobilfunkabdeckung angekündigt. Die Bundesregierung arbeitet mit Ländern und Kommunen zusammen, um einen Mix aus verschiedenen Maßnahmen umzusetzen. Dazu gehören:
- Schaffung von Transparenz über die tatsächliche Versorgungssituation sowie Überwachung des Mobilfunkausbaus
- Ermittlung von Infrastrukturen und Grundstücken, die der Bund für den Bau von Masten bereitstellen kann
- Bereitstellung von 1,1 Mrd. EUR für die Entwicklung von bis zu 5.000 Gebieten ohne Stromversorgung
- Entlastung der Kommunen von der Umsetzung des Förderprogramms, um eine effektive und kosteneffiziente Expansion zu gewährleisten
- Ermittlung von Beschleunigungspotenzialen beim Mobilfunkausbau in Zusammenarbeit mit Ländern und Kommunen
- In seinem Fahrplan zur Umsetzung der Connectivity Toolbox verweist Deutschland auf die Bewertung von Mobilfunktechnologien und Einführungsstrategien hinsichtlich ihrer Umweltauswirkungen, auf eine landesweite Messkampagne für elektromagnetische Felder (EMF) und auf das neue öffentliche Unternehmen MIG, das den Zugang zu physischer Infrastruktur unterstützt.
- Die Gigabit-Strategie sieht Maßnahmen vor, die die Erteilung von Genehmigungen vereinfachen, beschleunigen und digitalisieren, den Einsatz alternativer Einführungsmethoden verstärken und für mehr Transparenz und einen verbesserten Rechtsrahmen sorgen.
Nationale und regionale Finanzierungsinstrumente für digitale Konnektivität
Die Länder in Deutschland unterstützen die Entwicklung der digitalen Konnektivität mit einer Reihe von Maßnahmen und finanziellen Mitteln. Einige der derzeitigen Maßnahmen sind:
- Förderprogramm zum Breitbandausbau des Bundes: Dieses Programm unterstützt den Netzausbau zur Bereitstellung von Hochgeschwindigkeitsnetzen für digitale Konnektivität in unterversorgten Gebieten. Die Unterstützung des Landes ermöglicht den bundesweiten Ausbau von mindestens 1 Gbit/s-Verbindungen in bisher unterversorgten Gebieten. Die Bundesmittel belaufen sich pro Projekt auf maximal 30 Millionen Euro.
- Eine Kombination mit anderen Förderprogrammen, z.B. aus den Bundesländern, ist möglich und kann zur Deckung der verbleibenden Kofinanzierung hinzugefügt werden. Einen Überblick über laufende und abgeschlossene Förderprozesse in verschiedenen Bundesländern finden Sie unter Breitband-Ausschreibungen.
Weitere finanzielle Maßnahmen sind:
- Die staatliche Entwicklungsbank KfW bietet Kommunen z.B. das Darlehen 208 IKK an, um Investitionen in Infrastruktur einschließlich digitaler Konnektivitätsinfrastruktur zu unterstützen. Obwohl das Darlehen auf 150 Mio. EUR pro Jahr begrenzt ist, kann es mit Finanzmitteln aus öffentlichen Mitteln kombiniert werden. Darüber hinaus bietet die KfW gezielte Darlehen für Investitionskredite für digitale Infrastrukturen und Konsortialkredite für digitale Infrastrukturen an.
- Die Landwirtschaftliche Rentenbank bietet auch Darlehen zur Unterstützung von Projekten an, die den Aufbau oder die Verbesserung der Kommunikationsinfrastruktur einschließlich digitaler Konnektivitätsnetze in ländlichen Gebieten beabsichtigen.
Daten zur Entwicklung digitaler Konnektivität und Technologien in Deutschland
Die neuesten Daten über die Abdeckung digitaler Konnektivität, Abonnements und Penetrationen sowie die Abdeckung verschiedener digitaler Konnektivitätstechnologien finden Sie in den Länderberichten über die digitale Dekade.
Veröffentlichungen und Pressedokumente auf nationaler und EU-Ebene
Englisch
- 5G-Strategie für Deutschland
- Handbuch für Breitbandinvestitionen
- Studie über nationale Breitbandpläne in der EU-27
Deutsch
- Digitalstrategie 2025 der Bundesregierung
- Digitalisierung gestalten, Umsetzungsstrategie der Bundesregierung
- Gigabitstrategie der Bundesregierung 2030
- Regulierungskonzept der Bundesnetzagentur zur Kupfer-Glas-Migration
- VATM-Jahrbuch, Telekommunikation und Mehrwertdienste in Deutschland
- Internet via Satellit - Technologie, Leistungsfähigkeit und Anwendungsbereiche
Kontaktinformationen
BCO Deutschland (nationales Breitband-Kompetenzbüro): Gigabitbüro des Bundes (Gigabitbüro des Bundes)
Anschrift: Kapelle Ufer 4, 10117 Berlin, Deutschland
Kontakt per E-Mail
Telefon: +49 170 682 6254
Webseite
Bundesministerium für Digitalisierung und Staatsmodernisierung (Bundesministerium für Digitales und Staatsmodernisierung)
Bundesnetzagentur für Elektrizität, Gas, Telekommunikation, Post und Eisenbahn (Bundesnetzagentur)
Anschrift: Tulpenfeld 4, 53113 Bonn, Deutschland
Kontakt per E-Mail
Telefon: +49 228 14-0
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