
Das Datengesetz ist eines der wichtigsten Ergebnisse der europäischen Datenstrategie. Unter anderem werden darin die Regeln für einen wirksamen Wechsel und die Übertragbarkeit zwischen Datenverarbeitungsdiensten festgelegt, und die Interoperabilität steht im Mittelpunkt, um dies zu verwirklichen.
In Artikel 35 des Datengesetzes ist festgelegt, welche Interoperabilitätsstandards für Datenverarbeitungsdienste zu liefern sind und auf welche technischen Ebenen sie sich beziehen sollten. Er fordert offene, harmonisierte Spezifikationen, mit denen Dienste desselben Typs zusammenarbeiten und Daten und Anwendungen portabel machen können, ohne die Sicherheit zu beeinträchtigen.
Der Kommission wird die Befugnis übertragen, im Wege von Durchführungsrechtsakten harmonisierte Normen und offene Spezifikationen mittels gemeinsamer Spezifikationen zu erlassen, wenn Normen nicht ausreichen. Darüber hinaus kann die Kommission europäische Normungsgremien auffordern, Interoperabilitätsnormen zu entwickeln, um die derzeitige Lücke zu schließen.
Verweise auf harmonisierte Normen und offene Spezifikationen werden in einem zentralen Speicher der Union veröffentlicht, und die Anbieter müssen sich innerhalb von zwölf Monaten anpassen, sobald eine einschlägige Norm oder offene Spezifikation aufgeführt ist.
Diese Studie - durchgeführt von WIK, Decision und Schuman Associates - zielt darauf ab, die Kommission bei der Einrichtung des Unionsregisters zu unterstützen und die Veröffentlichung der ersten Charge offener Spezifikationen und harmonisierter Normen vorzubereiten, die die im Datengesetz festgelegten Anforderungen erfüllen. In der Studie wurde eine Bewertungsmethode entwickelt, die auf der gemeinsamen Bewertungsmethode für Normen und Spezifikationen (Common Assessment Method for Standards and Specifications, CAMSS) aufbaut, um auch die Erfüllung von Anhang II der Verordnung (EU) Nr. 1025/2012 und der im Datengesetz festgelegten spezifischen Kriterien sicherzustellen.
Nach dieser Methodik werden in der Studie mehrere offene Spezifikationen ermittelt, die die Kriterien erfüllen und daher im Unionsregister veröffentlicht werden könnten. Sie enthält auch Empfehlungen für Bereiche, in denen neue Standards entwickelt werden könnten, um die bestehenden Lücken zu schließen, die im Rahmen der Analyse festgestellt wurden.
Sie können den vollständigen Studienbericht unten herunterladen.