Die EU hat eine Cybersicherheitsstrategie skizziert, mit der die Fähigkeit Europas gestärkt werden soll, Cyberangriffe zu bekämpfen und sich von ihnen zu erholen.
Wir führen einen Großteil unseres Lebens online durch. Seit der Pandemie ist dieser Wandel in die digitale Welt noch deutlicher geworden. Wir haben uns auf das Internet verlassen, um mit Ihren Lieben in Kontakt zu bleiben, neue Produkte zu kaufen und von zu Hause aus zu arbeiten.
Doch neben neuen Möglichkeiten hat der Übergang zu einer digitaleren Welt auch neue Bedrohungen in Form von Cyberangriffen mit sich gebracht. Cyberangriffe werden verwendet, um Daten zu stehlen, Benutzer auszuspionieren, Computer zu deaktivieren oder zu manipulieren und vieles mehr. Sie zielen nicht nur auf PCs, sondern auch auf ganze Netzwerke ab und können von einzelnen Hackern, Hackergruppen oder sogar Ländern durchgeführt werden.
Die EU-Cybersicherheitsstrategie
Wenn der Übergang zur Digitalisierung erfolgreich sein soll, müssen die europäischen Bürger und Unternehmen in der Lage sein, von neuen Technologien zu profitieren, ohne ihre Cybersicherheit zu beeinträchtigen. Die Cybersicherheitsstrategie der EU zielt darauf ab, unsere kollektive Cybersicherheit und unsere Reaktion auf Cyberangriffe zu stärken. Sie wird ein stabiles und sicheres globales Internet aufbauen, in dem Rechtsstaatlichkeit, Menschenrechte und demokratische Werte geschützt werden.
Die Strategie umfasst drei Aktionsbereiche:
- Resilienz, technische Souveränität und Führungsqualitäten;
- operative Fähigkeit zur Prävention, Abschreckung und Reaktion;
- Zusammenarbeit zur Förderung des globalen und offenen Cyberspace.
Mehr zur EU-Cybersicherheitsstrategie
Die EU arbeitet daran, die Cybersicherheitskompetenzen zu verbessern und wirksame Maßnahmen für die Öffentlichkeit zu fördern, damit wir alle dazu beitragen können, die digitale Welt sicher zu halten. Cybersicherheit ist auch ein Schlüsselbereich des Programms „Digitales Europa“. Das Programm zielt darauf ab, die Koordinierung der Cybersicherheit zwischen den EU-Ländern zu stärken und die Widerstandsfähigkeit der EU-Länder gegenüber Cyberangriffen zu finanzieren.
Am 10. November 2020 legten die Kommission und die Hohe Vertreterin eine gemeinsame Mitteilung über die neue EU-Politik für die Cyberabwehr vor. Hauptziel der Politik ist es, die Zusammenarbeit und Investitionen in die Cyberabwehr zu verbessern und einen besseren Schutz vor einer Zunahme von Cyberangriffen zu bieten. Vorerst werden beide Parteien die Fortschritte der Politik durch einen Jahresbericht verfolgen, wobei die Mitgliedstaaten aufgefordert werden, einen Beitrag zu leisten. In Zusammenarbeit mit den Mitgliedstaaten könnte ein Umsetzungsplan erstellt werden.
EU-Aktionsplan zur Stärkung der Cybersicherheit im Gesundheitssektor
Am 15. Januar 2025 hat die Kommission einen europäischen Aktionsplan zur Stärkung der Cybersicherheit von Krankenhäusern und Gesundheitsdienstleistern auf den Weg gebracht. Als Teil der politischen Leitlinien des Mandats der Kommission für den Zeitraum 2024-2029 konzentriert sich der Aktionsplan auf die Verbesserung der Erkennung von Bedrohungen, der Abwehrbereitschaft und der Krisenreaktion im Gesundheitssektor. Ziel ist es, Krankenhäusern und Gesundheitsdienstleistern maßgeschneiderte Beratung, Tools, Dienstleistungen und Schulungen anzubieten. In den Jahren 2025 und 2026 werden in Zusammenarbeit mit Gesundheitsdienstleistern, den Mitgliedstaaten und der Cybersicherheitsgemeinschaft schrittweise mehrere spezifische Maßnahmen eingeführt. Diese Initiative ist die erste sektorspezifische Initiative, mit der das gesamte Spektrum der EU-Cybersicherheitsmaßnahmen umgesetzt wird.
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