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Gestaltung der digitalen Zukunft Europas

Die Europäische Quantenkommunikationsinfrastruktur (EuroQCI) Initiative

Die EuroQCI-Initiative zielt auf den Aufbau einer sicheren Quantenkommunikationsinfrastruktur ab, die sich über die gesamte EU, einschließlich ihrer überseeischen Gebiete, erstreckt.

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Seit Juni 2019 haben alle 27 EU-Mitgliedstaaten die Erklärung zur europäischen Quantenkommunikationsinfrastruktur (EuroQCI) unterzeichnet, die ihr Engagement für die EuroQCI-Initiative signalisiert.

Die teilnehmenden Länder arbeiten mit der Europäischen Kommission und der Europäischen Weltraumorganisation (ESA) zusammen, um das EuroQCI zu entwerfen, zu entwickeln und einzusetzen. Ziel ist es, bis 2027 voll funktionsfähig zu sein.

    Map showing which countries have signed the declaration -- all EU countries highlighted

Das EuroQCI wird sensible Daten und kritische Infrastrukturen schützen, indem quantenbasierte Systeme in bestehende Kommunikationsinfrastrukturen integriert werden und eine zusätzliche Sicherheitsschicht auf der Grundlage der Quantenphysik bereitgestellt wird. Sie wird den Schutz der europäischen staatlichen Institutionen, ihrer Rechenzentren, Krankenhäuser, Energienetze usw. stärken und zu einer der Hauptpfeiler der neuen Cybersicherheitsstrategie der EU für die kommenden Jahrzehnte werden.

Die Entwicklung der Technologien, die erforderlich sind, um das EuroQCI zu verwirklichen, wird dazu beitragen, die wissenschaftlichen und technologischen Fähigkeiten Europas in den Bereichen Cybersicherheit und Quantentechnologien zu stärken. Sie wird auch die digitale Souveränität und die industrielle Wettbewerbsfähigkeit Europas verbessern.

Das EuroQCI wird ein terrestrisches Segment umfassen, das auf Glasfaserkommunikationsnetzen beruht, die strategische Standorte auf nationaler und grenzüberschreitender Ebene miteinander verbinden, und ein auf Satelliten basierendes Weltraumsegment. Es wird nationale Quantenkommunikationsnetze in der gesamten EU miteinander verbinden und eine globale Abdeckung bieten.

Auf dem Weg zu einem operativen EuroQCI

Die Arbeiten am EuroQCI laufen bereits, koordiniert von der Kommission im Falle des terrestrischen Segments und der ESA im Fall des Weltraumsegments. Dazu gehören die ersten Schritte zur operativen Quantenschlüsselverteilung (QKD), eine hochsichere Verschlüsselungsform, die auf den Aktivitäten des Horizon 2020 OPENQKD-Projekts aufbaut.

Parallel dazu beginnen die teilnehmenden Länder damit, nationale Quantenkommunikationsnetze zu entwerfen und zu konstruieren. Sie beginnen auch mit der Planung grenzüberschreitender Verbindungen zu anderen Netzen, die auf Boden- und Weltraumebene betrieben werden.

Das EuroQCI wird innovative Quantenkommunikationstechnologien nutzen, die von den Forschern des EU-finanzierten Flagships für Quantentechnologien entwickelt wurden. Die Einbeziehung europäischer Industriepartner und KMU ist ebenfalls von entscheidender Bedeutung, um sicherzustellen, dass die kritischen Komponenten von EuroQCI auf europäischen Technologien basieren.

Die EuroQCI-Initiative soll zur Schaffung eines echten europäischen Quantenökosystems beitragen, das auf den Errungenschaften der Forscher in diesem Bereich aufbaut und die technologische Wettbewerbsfähigkeit der EU stärkt.

Die Finanzierung des EuroQCI wird aus dem Programm „Digitales Europa“ und der Fazilität „Connecting Europe“ sowie aus Horizont Europa, der ESA und nationalen Fonds, einschließlich der Aufbau- und Resilienzfazilität, bereitgestellt.

Im Zeitraum 2021-2022 wird im Rahmen des Programms „Digitales Europa“ Unterstützung für folgende Bereiche bereitgestellt:

  • die Entwicklung europäischer QKD-Geräte und -Systeme
  • Entwicklung und Einsatz nationaler Quantenkommunikationsnetze
  • eine Prüf- und Zertifizierungsinfrastruktur für QKD-Geräte, -Technologien und -Systeme, die letztendlich im EuroQCI zum Einsatz kommen.

Im Zeitraum 2022-2023 wird aus der Fazilität „Connecting Europe“ Unterstützung für grenzüberschreitende Verbindungen zwischen nationalen Quantenkommunikationsnetzen sowie Verbindungen zwischen den Erd- und Raumfahrtsegmenten des EuroQCI finanziert.

Aktuelle Nachrichten

PRESSEMITTEILUNG |
Neuer europäischer Supercomputer von Weltrang in Italien eingeweiht

Heute hat die Kommission zusammen mit dem Gemeinsamen Unternehmen für europäisches Hochleistungsrechnen (EuroHPC JU), dem italienischen Ministerium für Hochschulen und Forschung und dem CINECA-Konsortium Europas den neuesten Supercomputer eröffnet: Leonardo mit Sitz in Bologna Technopole, Italien.

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Quantitativ

Um die transformative Kraft des Quantens zu erschließen, sollte die EU eine solide industrielle Basis entwickeln, die auf ihrer Tradition der Exzellenz in der Quantenforschung aufbaut.

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