Die Kommission prüft derzeit Maßnahmen zur Verbesserung der Energieeffizienz und der Leistungsfähigkeit der Kreislaufwirtschaft in Cloud-Computing- und Rechenzentren.
Digitale Technologien können grüne Lösungen für verschiedene Wirtschaftszweige bieten. Ebenso wichtig ist die „Ökologisierung“ des digitalen Sektors selbst.
Schätzungen zufolge machen digitale Technologien zwischen 5 und 9 % des weltweiten Stromverbrauchs aus. Dies dürfte mit der Digitalisierung und neuen Technologien wie künstlicher Intelligenz, dem Internet der Dinge und Blockchain zunehmen. Dies kann zu einem problematischen Anstieg der Treibhausgasemissionen führen, wenn keine geeigneten Maßnahmen ergriffen werden.
Die Europäische Kommission hat eine Studie über energieeffiziente Cloud-Computing-Technologien und -Strategien für einen umweltfreundlichen Cloud-Markt durchgeführt, in der das Problem des steigenden Energieverbrauchs aufgrund des Ausbaus von Cloud-Diensten in Europa behandelt wurde.

Das Thema energieeffizientes Cloud Computing ist für die EU zu einer Priorität geworden. Rechenzentren müssen energieeffizienter werden, Abfallenergie wie Wärme wiederverwenden und mehr erneuerbare Energiequellen nutzen, um bis 2030 CO2-neutral zu werden.
Um dieses Ziel zu erreichen, wird sich die Kommission auf eine Mischung aus bestehenden Instrumenten, Überprüfungen bestehender Rechtsvorschriften und neuen Initiativen stützen.
Bestehende Instrumente umfassen:
- Ökodesign-Verordnung über Server und Datenspeicherprodukte
- den EU-Verhaltenskodex für die Energieeffizienz von Rechenzentren
- die EU-Kriterien für die umweltgerechte Vergabe öffentlicher Aufträge für Rechenzentren, Serverräume und Cloud-Dienste
Darüber hinaus verknüpft die Kommission energieeffiziente Rechenzentren mit politischen Initiativen und Finanzierungsinitiativen, insbesondere durch:
- den Vorschlag der Kommission für eine Richtlinie zur Energieeffizienz (Neufassung), mit der neue Elemente zur Verbesserung der Energieeffizienz und der Nachhaltigkeitsüberwachung von Rechenzentren eingeführt werden;
- Die Taxonomie-Verordnung und ihr delegierter Rechtsakt, die im Juli 2021 angenommen wurden und in denen der Rahmen für Investitionen festgelegt ist, die als nachhaltig eingestuft werden sollen, und deren delegierter Rechtsakt derzeit fertiggestellt wird, enthalten einen Abschnitt über Rechenzentren;
- Seine Förderprogramme: Horizont Europa, Fazilität „Connecting Europe“ 2, Programm „Digitales Europa“, InvestEU und die Aufbau- und Resilienzfazilität werden den Aufbau einer innovativen, grünen und sicheren Cloud unterstützen.
Die Kommission hat eine Studie durchgeführt, um das Fehlen allgemein anerkannter Definitionen und Methoden zur Bewertung der Energieeffizienz, der Klimaneutralität und der allgemeinen Nachhaltigkeit von Rechenzentren anzugehen. In dieser Studie werden politische Maßnahmen zur Verbesserung der Energieeffizienz und der Verfahren der Kreislaufwirtschaft in den IKT-Wertschöpfungsketten vorgeschlagen. Die Ergebnisse dieser Studie werden in eine Reihe laufender und künftiger Initiativen im Zusammenhang mit dem grünen und dem digitalen Wandel einfließen.
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