Die Europäische Kommission nimmt eine aktive Rolle in der Blockchain-Standard-Community ein und arbeitet eng mit allen relevanten Gremien auf der ganzen Welt zusammen.
Standards sind ein wichtiger Schlüssel zum Erfolg für jede sich entwickelnde Technologie, und Blockchain ist keine Ausnahme. Die richtigen Standards, die zur richtigen Zeit in der Entwicklung einer Technologie festgelegt werden, können Interoperabilität gewährleisten, Vertrauen schaffen und die Benutzerfreundlichkeit der Technologie gewährleisten. Auf diese Weise unterstützen sie ihre Entwicklung und schaffen einen Weg zur Massenakzeptanz.
Die EU nimmt eine aktive Rolle in der Blockchain-Normengemeinschaft ein und arbeitet eng mit allen einschlägigen Gremien auf der ganzen Welt zusammen.
Die Blockchain-Standardlandschaft
Die Technologiestandard-Landschaft ist komplex und deckt eine große Anzahl supranationaler, nationaler und industrieller Organisationen ab. Zu den wichtigsten Organisationen in der europäischen Blockchain-Standardlandschaft gehören:
- StandICT: Bietet eine Beobachtungsstelle für die IKT-Normung (EUCOS) und eine Fazilität zur Unterstützung der Beteiligung europäischer Experten für internationale Normung (StandICT.eu).
- Europäische Normungsorganisationen: Wichtige europäische Normungsorganisationen, die für Blockchain relevant sind, sind das Europäische Institut für Telekommunikationsnormen (ETSI, insbesondere die ISG PDL), das Europäische Komitee für Normung (CEN), das Europäische Komitee für elektrotechnische Normung (CENELEC), insbesondere durch ihren Gemeinsamen Technischen Ausschuss 19 (JTC19).
- Supranationale und industrielle Organisationen: Wichtige globale Organisationen, die für Blockchain-Standards relevant sind, sind ISO (insbesondere ISO TC307), ISO/IEC JTC1 und ITU-T.
- Nationale Normungsgremien: Die meisten nationalen IT-Standardgremien sind oder werden voraussichtlich an Blockchain-Themen arbeiten.
- Offene Normengremien: dazu gehören IEEE, die Organisation zur Förderung strukturierter Informationsstandards (OASIS) und die Internet Engineering Task Force (IETF).
- INATBA: Durch verschiedene Arbeitsgruppen trägt die International Association of Trusted Blockchain Applications auch zur Standarddiskussion auf europäischer und globaler Ebene bei.
Es gibt viele andere nationale und industrielle Organisationen, die an Blockchain-relevanten Standards zu Themen wie digitale Assets, Token-Spezifikationen, Blockchain-Governance, Sicherheitstoken-Standards und mehr beteiligt sind.
Die breite Palette von Gremien, die an Blockchain-Standards arbeiten, stellt sicher, dass eine große Menge an Fähigkeiten und Fachwissen auf der ganzen Welt dieser Arbeit gewidmet ist. Aber es besteht die Gefahr einer Fragmentierung in der Standardlandschaft.
Normungsthemen
Technologiestandards können eine breite Palette von Themen abdecken, von denen einige nicht direkt mit der Technologie selbst zusammenhängen. In der Blockchain sind folgende Themen besonders relevant:
- Interoperabilität: Sicherstellen, dass die verschiedenen Blockchain- und DLT-Protokolle und -Plattformen Daten austauschen und nahtlos miteinander kommunizieren können;
- Governance: Bewährte Verfahren und Standards bei der Steuerung von Blockchain-Projekten sowie Blockchain-Konsortien, die auf dezentralen Plattformen arbeiten;
- Identität: Förderung eines gemeinsamen Identitätsrahmens und/oder interoperabler Identität zwischen verschiedenen Blockchain-Protokollen und -Plattformen;
- Sicherheit: Gewährleistung eines sicheren Betriebs der verschiedenen Knoten, Netze und Dienste;
- intelligente Verträge: Unterstützung bewährter Verfahren und Standards, um sicherzustellen, dass intelligente Vertragstechnologien sicher und sicher sind.
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Die EU will führend in der Blockchain-Technologie sein und zu einem Innovator in der Blockchain werden und zu einer Heimat bedeutender Plattformen, Anwendungen und Unternehmen werden.
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