Die Konnektivitäts-Toolbox bietet Orientierungshilfen für den Aufbau von Glasfaser- und 5G-Netzen. Diese Netze werden erhebliche wirtschaftliche Chancen bieten.
Die Connectivity Toolbox
Die Connectivity Toolbox (.pdf) ist eine Reihe von Best Practices für den zeitnahen Ausbau von 5G und schnellem Breitband. Einerseits helfen die Maßnahmen den Netzbetreibern, die Kosten für den Netzausbau zu senken. Andererseits können die Mitgliedstaaten diese Maßnahmen nutzen, um den Betreibern Zugang zu den Frequenzen zu gewähren, die sie für den Ausbau von 5G benötigen, und um die Betreiber zu ermutigen, weiter in die 5G-Abdeckung zu investieren. Das Konnektivitätsinstrumentarium ist das Ergebnis eines Austauschs zwischen den Mitgliedstaaten in Zusammenarbeit mit der Kommission im Anschluss an die Empfehlung der Kommission.
Die Connectivity Toolbox-Empfehlung
Im September 2020 nahm die Kommission eine Empfehlung an, in der die Mitgliedstaaten aufgefordert werden, Investitionen in Breitband-Konnektivitätsinfrastrukturen mit sehr hoher Kapazität, einschließlich Glasfaser und 5G, zu fördern. Ziel der Empfehlung ist es, dass die Mitgliedstaaten ein Instrumentarium bewährter Verfahren zur Senkung der Kosten für den Aufbau elektronischer Kommunikationsnetze und für einen effizienten Zugang zu 5G-Frequenzen entwickeln. Die Mitgliedstaaten werden ihre Erfahrungen miteinander austauschen, um ihre Maßnahmen auf Maßnahmen zu konzentrieren, die bei der Einführung fortgeschrittener Netze am besten funktionieren.
Spezielle Gruppe für Konnektivität
Die Sondergruppe Konnektivität, die sich aus den im Bereich der elektronischen Kommunikation zuständigen Vertretern der Mitgliedstaaten und der Kommission gemäß ihrem Mandat (.pdf) zusammensetzt, zielt darauf ab, die Mitgliedstaaten bei der Ermittlung und Vereinbarung bewährter Verfahren und auf Anfrage bei der Umsetzung und Berichterstattung des Instrumentariums zu unterstützen.
Die Connectivity Special Group wurde im Oktober 2020 als Kooperationsplattform gegründet. Es wird von zwei Untergruppen unterstützt:
- eine Untergruppe zur Senkung der Kosten für den Aufbau elektronischer Kommunikationsnetze
- eine Untergruppe, die sich auf den Zugang zum 5G-Funkspektrum konzentriert
Den gemeinsamen Vorsitz in der Sondergruppe Konnektivität führen ein Vertreter des derzeitigen Ratsvorsitzes und ein Vertreter des künftigen Ratsvorsitzes sowie ein Vertreter der Kommission, die auch als Sekretariat der Gruppe fungiert.
Die Sondergruppe Konnektivität arbeitet gegebenenfalls mit der Gruppe für Frequenzpolitik (RSPG), dem Gremium Europäischer Regulierungsstellen oder elektronischer Kommunikation (GEREK), den nationalen Regulierungsbehörden (NRB), dem Netz der Breitband-Kompetenzbüros (BCO-Netz) und den für die Funktionen der zentralen Informationsstelle zuständigen Behörden zusammen. Die Liste der Mitglieder der Connectivity Special Group (.pdf) ist verfügbar.
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In der Empfehlung zum Konnektivitätsinstrumentarium werden klare Etappenziele festgelegt, die von den Mitgliedstaaten in enger Zusammenarbeit mit der Kommission zu erreichen sind:
- Bis zum 20. Dezember 2020: Die Mitgliedstaaten ermitteln und tauschen untereinander und mit der Kommission bewährte Verfahren aus, um die Kosten zu senken und die Geschwindigkeit des Aufbaus von Netzen mit sehr hoher Kapazität zu erhöhen sowie einen zeitnahen und investitionsfreundlichen Zugang zu 5G-Frequenzen sicherzustellen. Am 18. Dezember 2020 nahm die Sondergruppe Konnektivität einen Bericht an, in dem alle von den Mitgliedstaaten bereitgestellten Informationen über bewährte Verfahren zusammengefasst sind.
- Bis zum 30. März 2021: Die Mitgliedstaaten einigen sich auf ein Instrumentarium der Union mit bewährten Verfahren für die Konnektivität.
- Bis zum 30. April 2021: Die Mitgliedstaaten legen der Kommission Fahrpläne für die Umsetzung des Instrumentariums vor.
- Bis zum 30. April 2022: Die Mitgliedstaaten teilen Umsetzungsberichte über die Maßnahmen im Konnektivitätsinstrumentarium. Die Kommission hat eine Übersicht über den Stand der Umsetzung veröffentlicht.
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