Die EU führt den digitalen und grünen Wandel des Energiesektors durch Schlüsselinitiativen in den Bereichen Forschung, Innovation und grenzüberschreitende Infrastruktur an, die für die digitale Integration von wesentlicher Bedeutung sind.
Die Europäische Union steht an vorderster Front bei der Förderung des digitalen und grünen Wandels des Energiesektors durch verschiedene Finanzierungsprogramme zur Unterstützung von Forschung und Innovation, der Umsetzung und der Verbesserung der grenzüberschreitenden Infrastruktur. Diese Initiativen sind von entscheidender Bedeutung für die Integration digitaler Fortschritte in den Energiesektor.
Abbildung 1: EU-Programme zur Unterstützung des digitalen Wandels des Energiesystems. © Europäische Kommission
Überbrückung der Kluft zwischen digitaler Technologieforschung und Markteinführung im Rahmen von DIGITAL
Das Programm „Digitales Europa“ (DIGITAL) zielt darauf ab, die Kluft zwischen der Forschung im Bereich der digitalen Technologie und der Markteinführung zu überbrücken, wobei der Schwerpunkt auf dem Nutzen für die Bürger und Unternehmen Europas, insbesondere für KMU, liegt. Die Investitionen im Rahmen von DIGITAL stehen im Einklang mit den zwei Zielen der EU, einen grünen und digitalen Wandel zu fördern und gleichzeitig ihre Resilienz und digitale Souveränität zu stärken.
Zur Unterstützung der Digitalisierung von Energie umfasst DIGITAL mehrere einschlägige Maßnahmen. Dazu gehören die Umsetzung eines gemeinsamen Referenzrahmens für Energiesparanwendungen (die erste Version wurde im Rahmenvon Horizont Europa entwickelt),die Einrichtung des Energiedatenraums (deren Vorbereitung im Rahmen vonHorizont Europa im Gange ist, wie nachstehend beschrieben) und die Einrichtung von KI-Test- und Versuchseinrichtungen und digitalen Innovationszentren. Diese Maßnahmen werden zur Entwicklung eines effizienteren, nachhaltigeren und sichereren Energiesystems beitragen und gleichzeitig die Unternehmen in die Lage versetzen, innovative digitale Lösungen einzuführen.
Investitionen in die digitale Infrastruktur mit der Fazilität „Connecting Europe“
Das Programm „Connecting Europe Facility – Digital“ (CEF2) zielt darauf ab, Investitionen in die digitale Infrastruktur in den Mitgliedstaaten zwischen 2021 und 2027 zu fördern, um ihnen dabei zu helfen, die in derStrategie für die Gigabit-Gesellschaftfestgelegten Ziele zu erreichen. Das Programm zielt unter anderem darauf ab, Projekte zu unterstützen, die Synergien zwischen Digitalisierung, Verkehr und Energie fördern. Eine einschlägige Initiative ist die Einrichtung operativer digitaler Plattformen, die derzeit von der Koordinierungs- und Unterstützungsmaßnahme BEGONIAvorbereitetwird.
Das jeweilige Projekt wird den relevantesten und wirkungsvollsten Anwendungsfall für die Bereitstellung in einem nachfolgenden Bereitstellungsprojekt ermitteln und vorbereiten. Ein Beispiel für ein potenzielles energiebezogenes Projekt wäre die Schaffung einer Plattform für den grenzüberschreitenden Datenaustausch über die Verfügbarkeit erneuerbarer Energien und die Integration von Rechenzentren.
Förderung von Forschung und Innovation im Rahmen von Horizont Europa
Die Zusage der EU, Forschung und Innovation (FuE, I) in den Bereichen intelligente Netze, Energiespeicherung, Energieinseln und Digitalisierung der Energie zu unterstützen, zeigt sich in den erheblichen Mittelzuweisungen im Rahmen von Horizont Europa, die auf früheren Investitionen im Rahmen von Horizont 2020 aufbauen.
Angesichts seiner strategischen Bedeutung wird die Digitalisierung des Energiesystems imArbeitsprogramm 2023-24von Horizont Europa.pdf weiterhin unterstützt. Initiativen wie dasTwinEU-Projekt, mit dem neben denODEON- und HEDGE-IoT-Projekten ein digitaler Zwilling des EU-Stromsystemsentwickelt werden soll, werden sich auf die Entwicklung und Erprobung von KI-IoT-Edge-Cloud- und Plattformlösungen konzentrieren. Diese Bemühungen sind von entscheidender Bedeutung, um den ökologischen und digitalen Wandel des Energieökosystems zu unterstützen.
Mit ihrem ersten Arbeitsprogramm „Klima, Energie und Mobilität“ im Rahmen von Horizont Europaunterstützt die Kommission unter anderem fünf Innovationsaktionsprojekte (DATACELLAR; EDDIE; Enershare; Omega-X; SYNERGIES) und eine Koordinierungs- und Unterstützungsmaßnahme (Int:net). Diese Initiativen konzentrieren sich auf die Entwicklung, Validierung und Demonstration von Lösungen für einen gemeinsamen europäischen Energiedatenraum, der den Zugang zu energiebezogenen Daten und deren Nutzung ermöglicht.
Die meisten dieser FuEuI-Projekte tragen aktiv zurBRIDGE-Initiative bei, wodurch der Wissensaustausch verbessert, Innovationen gefördert und der Einsatz modernster Technologien gefördert wird, um den ökologischen und digitalen Wandel des Energiesystems zu beschleunigen.
Das kürzlich abgeschlossene ProjektOPEN DEI, das von Horizont 2020-Mitteln profitierte, unterstützte digitale Plattformen der nächsten Generation in den Bereichen Fertigung, Landwirtschaft, Energie und Gesundheitswesen, indem es Innovation, Zusammenarbeit, groß angelegte Pilotprojekte und Standardisierungsbemühungen förderte und eine einheitlichere industrielle Datenplattform ermöglichte.
Darüber hinausarbeitete das InterConnect-Projektan fortschrittlichen Lösungen für die Verbindung und Konvergenz digitaler Häuser und Gebäude mit dem Stromsystem. Im Mai 2023 veröffentlichte das Projekt denEntwurf der ersten Generation für einen Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmen für Energiesparanwendungen. Diese Blaupause ist ein Beleg für das Engagement und die Expertise des Projektteams bei der Bereitstellung interoperabler Lösungen für Verbraucher. Sie ist ein wertvoller Beitrag zur Umsetzung des Aktionsplans der EU zur Digitalisierung der Energie.
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