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Eurobarometer: Nutzung und Ansichten der Europäer zur elektronischen Kommunikation in der EU

Die Kommission veröffentlichte die Ergebnisse der Eurobarometer-Sonderumfrage zur elektronischen Kommunikation, aus der die jüngsten Trends bei der elektronischen Kommunikation in der EU hervorgehen.

Woman holding mobile phone

Die Eurobarometer-Umfragen zeigen Trends bei der Nutzung elektronischer Kommunikationsdienste in der EU. In der Umfrage wurden die Europäer nach Internetzugang, Festnetz- und Mobiltelefonen, Dienstpaketen, kostspieligen betrügerischen Anrufen und SMS, Roaming, Auslandsgesprächen zwischen EU-Ländern, Notrufen, Informationen über die Umweltauswirkungen elektronischer Kommunikation und Dienstverträge während der Pandemie befragt.

Die Ergebnisse des Eurobarometers zur elektronischen Kommunikation

Die Umfrageergebnisse zeigen, dass fast alle Europäer (96 %) Zugang zu einem Mobiltelefon und 53 % zu einem Festnetztelefon haben. Mehr als acht von zehn Haushalten, d. h. 82 %, haben einen Internetzugang. Es sei darauf hingewiesen, dass die COVID-19-Pandemie einige Änderungen an der Eurobarometer-Befragungsmethodik bewirkt hat, die sich auf diese Ergebnisse auswirken können.

Die große Mehrheit der Europäer, 81 %, sind mit der Qualität der Download-Geschwindigkeit der Internetverbindung und 82 % mit ihrer Upload-Geschwindigkeit zufrieden. Diejenigen, die in ländlichen Dörfern leben, sind weniger zufrieden, insbesondere 77 % der Befragten.

Dies scheint eine positive Entwicklung aus den Daten von 2017, denen zufolge mehr als die Hälfte der Europäerinnen und Europäer beim Herunterladen oder Hochladen von Inhalten Verzögerungen zu verzeichnen hatten.

In der Umfrage wurden die Europäerinnen und Europäer auch nach ihren Internetabonnements während der Pandemie befragt und festgestellt, dass trotz der hohen Konnektivitätsanforderungen aufgrund von Telearbeit, Online-Bildung und Online-Unterhaltungsdiensten nicht viele Europäer ihre Internetabonnements geändert haben. Nur 7 % der Europäer haben ihre Internetabonnements aufgrund der Pandemie geändert, während 3 % der Europäer ihren Internetanbieter gewechselt haben.

Was das Roaming betrifft, so gaben 33 % der Menschen an, dass sie bei Reisen in die EU eine geringere Mobilfunk-Internetgeschwindigkeit haben als in ihrem Heimatland. 10 % der Reisenden wurden für die Nutzung einer gebührenfreien Rufnummer beim Roaming in Rechnung gestellt. Mehr als ein Drittel (34 %) der Nutzer von Mobiltelefonen auf Reisen in der EU gibt nach wie vor an, dass sie ihr Datenroaming abgeschaltet haben, während 15 % ihr Mobiltelefon abschalten. In ihrem jüngsten Vorschlag zur Ausweitung der Vorteile des Roamings befasste sich die Kommission mit diesen Fragen, um die Erfahrungen der Reisenden mit der Nutzung von Kommunikationsdiensten beim Roaming zu verbessern.

Darüber hinaus ergab die Umfrage, dass eine relativ hohe Zahl von Personen kostspielige betrügerische Anrufe oder SMS-Nachrichten erhält. Konkret waren 13 % der Europäer Ziel von unerwünschten Telefongesprächen und 12 % empfangene SMS-Nachrichten, was zu zusätzlichen Gebühren führte.

In Bezug auf Notrufe geben 74 % der Europäer an, dass sie in ihrem eigenen Land die einheitliche europäische Notrufnummer 112 anrufen würden. Wenn Menschen in ein anderes EU-Land reisen, geben 41 % an, dass sie die 112-Nummer anrufen würden, während ein etwas niedrigerer Prozentsatz, nämlich 39 %, nicht wissen würden, welche Rufnummer sie im Ausland anrufen.

Die Umfrage erkundigte sich nach den Auswirkungen, die Informationen über den ökologischen Fußabdruck der elektronischen Kommunikation auf die Entscheidungen der Menschen haben würden. Mehr als 40 % (44 %) der Europäer geben an, dass ihre Wahl des Diensteanbieters oder ihre Nutzung durch Informationen über den ökologischen Fußabdruck von Kommunikationsdiensten beeinflusst würde, wobei zwischen den einzelnen Ländern große Unterschiede bestehen.

Die Umfrage wurde von November und Dezember 2020 sowie von Februar bis März 2021 in 27 Mitgliedstaaten unter Beteiligung von 27 213 EU-Bürgern durchgeführt. Im Gegensatz zu den Vorjahren wurde dieses Eurobarometer aufgrund der COVID-19-Pandemie in einer Reihe von Mitgliedstaaten teilweise oder vollständig online durchgeführt, und manchmal wurden die Haushalte telefonisch kontaktiert, was einige Ergebnisse beeinflussen kann.

Den vollständigen Bericht und die Präsentation des Eurobarometers zur elektronischen Kommunikation in der EU online finden.