Die Europäische Kommission arbeitet daran, den Bürgern Zugang zu sicheren und hochwertigen digitalen Dienstleistungen im Gesundheitswesen und in der Pflege zu bieten.
Die Europäische Kommission hat eine Mitteilung über den digitalen Wandel in den Bereichen Gesundheit und Pflege veröffentlicht. Die Mitteilung zielt darauf ab, die Bürgerinnen und Bürger zu stärken und eine gesündere Gesellschaft aufzubauen.
Drei Prioritäten
In der Mitteilung über den digitalen Wandel im Gesundheitswesen und in der Pflege werden drei Prioritäten genannt:
- den sicheren Zugang der Bürgerinnen und Bürger zu ihren Gesundheitsdaten, auch über Grenzen hinweg, damit die Bürgerinnen und Bürger EU-weit auf ihre Gesundheitsdaten zugreifen können;
- personalisierte Medizin durch eine gemeinsame europäische Dateninfrastruktur, die es Forschern und anderen Fachleuten ermöglicht, Ressourcen (Daten, Fachwissen, Rechenverarbeitungs- und Speicherkapazitäten) in der gesamten EU zu bündeln;
- Stärkung der Handlungskompetenz der Bürgerinnen und Bürger durch digitale Instrumente für Nutzerfeedback und personenzentrierte Pflege mithilfe digitaler Instrumente, um die Menschen in die Lage zu versetzen, sich um ihre Gesundheit zu kümmern, die Prävention zu fördern und Feedback und Interaktion zwischen Nutzern und Gesundheitsdienstleistern zu ermöglichen.
Darüber hinaus enthält die Mitteilung konkrete Maßnahmen, wie die einzelnen Prioritäten erreicht werden können.
Deine Meinung zählt
2017 fand eine öffentliche Konsultation zur Transformation von Gesundheit und Pflege statt. Er sammelte Beiträge zum Umfang der politischen Maßnahmen, die zur Verbesserung der Gesundheit und Pflege der Menschen zu ergreifen sind. Bei dieser Konsultation gingen fast 1500 Antworten ein, von denen mehr als 90 % der Befragten der Ansicht waren, dass die Bürger in der Lage sein sollten, ihre eigenen Daten zu verwalten. Mehr als 80 % der Befragten stimmten zu, dass der Austausch von Gesundheitsdaten von Vorteil sein kann, und rund 60 % der Befragten gaben an, keinen Zugang zu digitalen Gesundheitsdiensten zu haben. Eine detaillierte Zusammenfassung der Ergebnisse der Konsultation ist verfügbar.
Warum digital?
Die Transformation von Gesundheit und Pflege für ein digitales Europa wird den Menschen, den Gesundheitssystemen und der Wirtschaft zugutekommen. Digitale Technologien wie 5G-Mobilfunk, künstliche Intelligenz und Supercomputing bieten neue Möglichkeiten, die Art und Weise, wie wir Gesundheits- und Pflegedienste erhalten und anbieten, zu verändern. Sie ermöglichen innovative Ansätze für ein unabhängiges Leben und integrierte Gesundheits- und Sozialfürsorge.
Gesundheitsdaten und fortschrittliche Datenanalysen können dazu beitragen, die wissenschaftliche Forschung zu beschleunigen, die Medizin zu personalisieren und eine frühzeitige Diagnose von Krankheiten und mehr zu ermöglichen.
EU-Aktionsplan zur Stärkung der Cybersicherheit im Gesundheitssektor
Am 15. Januar 2024 hat die Kommission einen europäischen Aktionsplan zur Stärkung der Cybersicherheit von Krankenhäusern und Gesundheitsdienstleistern auf den Weg gebracht. Als Teil der politischen Leitlinien des Mandats der Kommission für den Zeitraum 2024-2029 konzentriert sich der Aktionsplan auf die Verbesserung der Erkennung von Bedrohungen, der Abwehrbereitschaft und der Krisenreaktion im Gesundheitssektor. Ziel ist es, Krankenhäusern und Gesundheitsdienstleistern maßgeschneiderte Beratung, Tools, Dienstleistungen und Schulungen anzubieten. In den Jahren 2025 und 2026 werden in Zusammenarbeit mit Gesundheitsdienstleistern, EU-Ländern und der Cybersicherheitsgemeinschaft schrittweise mehrere spezifische Maßnahmen eingeführt. Diese Initiative ist die erste sektorspezifische Initiative, mit der das gesamte Spektrum der EU-Cybersicherheitsmaßnahmen umgesetzt wird.
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