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Gestaltung der digitalen Zukunft Europas

Toolbox-Prozess für die EU-Brieftasche für die digitale Identität

Die Sachverständigen der Mitgliedstaaten arbeiten gemeinsam an der Einrichtung des EU-Instrumentariums für die digitale Identität, das die digitale Identität weiter sichert und Vertrauen in Online-Transaktionen schafft.

Am 3. Juni 2021nahm die Kommission eine Empfehlung an, in der die Mitgliedstaaten aufgefordert werden,auf die Entwicklung eines Instrumentariums einschließlich eines technischen Architektur- und Referenzrahmens (ARF), einer Reihe gemeinsamer Normen und technischer Spezifikationen sowie einer Reihe gemeinsamer Leitlinien und bewährter Verfahren hinzuarbeiten.

In der Empfehlung wird festgelegt, dass diese Ergebnisse als Grundlage für die Umsetzung derVerordnung über den Rahmen für die europäische digitale Identität (EUDI)dienen, die im Mai 2024 in Kraft trat. 

Das Instrumentarium wird die EUDI-Verordnung ergänzen und ist ein entscheidender erster Schritt, der die Schaffung eines soliden Rahmens für die digitale Identifizierung und Authentifizierung auf der Grundlage gemeinsamer Standards in der gesamten EU ermöglichen wird. Das Instrumentarium soll ein hohes Maß an Vertrauen in digitale Transaktionen in Europa gewährleisten. Die Mitgliedstaaten werden weiterhin eng mit der Kommission zusammenarbeiten, um das Instrumentarium kontinuierlich zu aktualisieren.

Überblick über die Architektur und den Referenzrahmen für die europäische digitale Identität

Am 22. Februar 2022nahm dieeIDAS-Expertengruppe einen Entwurf eines Architektur- und Referenzrahmens für eine künftige EUid-Brieftasche (EUDI) an und beschloss, ihn zur Rückmeldung der Interessenträger zu veröffentlichen. In dem Dokument wird dargelegt, wie die eIDAS-Expertengruppe das Konzept der EUid-Brieftasche zu diesem Zeitpunkt verstanden hat, darunter:

  • die Ziele der EUid-Brieftasche
  • Die Rolle der Akteure des Ökosystems
  • die funktionalen und nicht funktionalen Anforderungen an das Portemonnaie
  • Mögliche Bausteine

EU-Instrumentarium

Die erste Version eines gemeinsamen EU-Instrumentariums zur Umsetzung der EUid-Brieftasche wurde von der Kommission am 10. Februar 2023 veröffentlicht. Dieses Dokument, das wiederum von den Mitgliedstaaten in enger Zusammenarbeit mit der Kommission entwickelt wurde, kann als technisches Rückgrat aller künftigen EU-Brieftaschen für die digitale Identität dienen und ihre Sicherheit, Interoperabilität und Benutzerfreundlichkeit gewährleisten. Die Mitgliedstaaten streben in Zusammenarbeit mit der Kommission an, in naher Zukunft eine Einigung über das gesamte Instrumentarium zu erzielen, das für die Umsetzung des europäischen Rahmens für die digitale Identität erforderlich ist.

EU-Brieftasche für die digitale Identität

Die EUid-Brieftasche wird europäischen Bürgern und Unternehmen eine sichere und bequeme Möglichkeit bieten, Identitätsdaten auszutauschen, die für den Zugriff auf digitale Dienste wie das Einchecken am Flughafen, das Mieten eines Autos, die Eröffnung eines Bankkontos oder das Einloggen in ihre Konten auf großen Online-Plattformen erforderlich sind.

Mit einem Klick auf eine Schaltfläche auf ihrem Telefon können sie sicher Informationen teilen, die in digitalen Versionen ihres Führerscheins, ihrer beruflichen oder pädagogischen Qualifikationen und ihrer ärztlichen Verschreibungen gespeichert sind.

Die Gliederung, die Anforderungen und Spezifikationen der ersten Version des Instrumentariums werden erst verbindlich, wenn die Durchführungsrechtsakte und delegierten Rechtsakte der EUDI-Verordnung erlassen sind.

Pilotprototyp für die EUid-Brieftasche

Die Toolbox ist auch die Grundlage für die Entwicklung eines Prototyps einer EU-Brieftasche für die digitale Identität, der in einer Reihe vonGroßpiloten (LSP)getestet werden kann. Diese LSP werden im Rahmen des Programms „Digitales Europa“ finanziert, um vorrangige Anwendungsfälle für die Brieftasche anzugehen, einschließlich des mobilen Führerscheins, elektronischer Gesundheitsdienste, Zahlungen und Bildungs-/Berufsqualifikationen.

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Die Digitalpartnerschaft EU-Kanada spiegelt eine gemeinsame Vision für eine positive und auf den Menschen ausgerichtete digitale Wirtschaft und Gesellschaft vor dem Hintergrund eines beschleunigten digitalen Wandels und geopolitischer Unsicherheit wider.

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Die elektronische Identifizierung (eID) ist eines der Instrumente zur Gewährleistung eines sicheren Zugangs zu Online-Diensten und zur sichereren Durchführung elektronischer Transaktionen.