Die EU-Mitgliedstaaten und die Industrie unterstützen und verstärken ihre Bemühungen um den groß angelegten Ausbau der 5G-Korridorinfrastruktur entlang der europäischen Verkehrswege auf Straßen (vernetzte und automatisierte Mobilität), der Schiene (zukünftiges mobiles Eisenbahnkommunikationssystem) und Binnenwasserstraßen.
BCO Network EU
5G-Korridore: ein wichtiger Motor für den grünen und den digitalen Wandel in Europa
Der Aufbau der 5G-Konnektivitätsinfrastruktur entlang der Verkehrswege in ganz Europa – 5G-Korridore – dürfte zum ökologischen und digitalen Wandel der Wirtschaft und Gesellschaft der EU beitragen.
5G-fähige vernetzte und automatisierte Mobilität (CAM) wird als wichtiger Faktor für eine verbesserte Straßenverkehrssicherheit, einen optimierten Straßenverkehr, geringere CO2-Emissionen und die industrielle Wettbewerbsfähigkeit sowohl des Verkehrs- als auch des Mobilitätssektors angesehen.
Die 5G-Korridorinfrastruktur wird nicht nur eine breite Palette digitaler Dienste für das Fahrzeug, den Fahrer, die Passagiere und andere relevante Akteure ermöglichen, sondern auch Konnektivitätsdienste, die den Weg zum Fahren mit hohem Automatisierungsgrad bis zum Ende des laufenden Jahrzehnts ebnen.
Wir gehen davon aus, dass der Ausbau der 5G-Infrastruktur gleichermaßen zur Digitalisierung des Eisenbahnbetriebs und der Binnenwasserstraßen beitragen wird.
Die Kommission hat die Schlüsselrolle anerkannt, die 5G-Korridore sowohl in der Strategie für die digitale Dekade in Europa als auch in der Strategie für nachhaltige und intelligente Mobilität spielen könnten. 5G-Korridore sind eines der in der Strategie für die digitale Dekade genannten Mehrländerprojekte und damit einer der wichtigsten strategischen Investitionsbereiche der Aufbau- und Resilienzfazilität.
Die groß angelegte europaweite Einführung von 5G-Korridoren konnte auf die Schlussfolgerungen und Empfehlungen der vorangegangenen grenzüberschreitenden 5G-Testprojekte zurückgreifen. Während dieser Versuche haben Interessenträger aus verschiedenen Sektoren ihre Anstrengungen zur Durchführung von Tests und Tests von 5G-fähigen CAM mit Unterstützung von Horizont 2020 im Rahmen der öffentlich-privaten 5G-Partnerschaft kombiniert.
Fazilität „Connecting Europe“ – Digitales Programm
Gemeinsam mit den EU-Mitgliedstaaten und anderen Interessenträgern hat die Kommission die Entwicklung von 5G-Korridorprojekten seit der Annahme des Programms „Connecting Europe“ (CEF) – Digitales Programm im Jahr 2021 unterstützt.
Die 5G Strategic Deployment Agendas (5G SDA), die auf Beiträgen der Industrie basieren, unterstützen das Projektportfolio gleichermaßen, indem sie den Interessenträgern Orientierungshilfen zu den wichtigsten zu implementierenden Diensten / Anwendungsfällen, technischen Anforderungen, Fahrplänen und Kooperationsmodellen bieten. Die 5G-SDA für 5G-Konnektivität und -Spektrum für die Schiene wurde 2024 veröffentlicht, während die überarbeitete 5G-SDA für die Straße 2025 veröffentlicht wird.
Die Fazilität „Connecting Europe Digital“ hat den groß angelegten Aufbau von 5G-Korridoren im Zeitraum 2021-2027 mit einem Budget von etwa 300 Mio. unterstützt. Im ersten Mehrjahresarbeitsprogramm für den Zeitraum 2021-2025, das am 16. Dezember 2021 angenommen wurde, wurde der Schwerpunkt auf die Errichtung grenzüberschreitender Abschnitte entlang von 5G-Korridoren gelegt.
Seit der Annahme des digitalen Arbeitsprogramms der Fazilität „Connecting Europe“ wurden 2023, 2024 und zuletzt 2025 drei Aufforderungen zur Einreichung von Vorschlägen für 5G-Korridore im Rahmen der Fazilität „Connecting Europe“ veröffentlicht.
Die ersten drei Aufrufe führten zu insgesamt 25 erfolgreichen Studien und Projekten, wobei die Bereitstellungsprojekte derzeit laufen. Weitere Informationen zu diesen Projekten finden Sie in der 5G Corridors Deployment Map.
Innovative Kooperationsmodelle entstehen unter Beteiligung verschiedener Industriesektoren, die am 5G-fähigen CAM-Ökosystem beteiligt sind, um die erforderliche 5G-Infrastruktur entlang der europäischen Verkehrswege bereitzustellen.
Einige Projekte konzentrieren sich auf den Aufbau einer passiven Netzinfrastruktur unter der Leitung von Unternehmen, die Mobilfunkmasten besitzen und betreiben, in Zusammenarbeit mit Mobilfunknetzbetreibern, Straßenbetreibern, Schieneninfrastrukturbetreibern und Erstausrüstern.
Parallel dazu werden in anderen Projekten nahtlose grenzüberschreitende Roaminglösungen entwickelt, mit denen eine ununterbrochene 5G-Abdeckung in grenzüberschreitenden Korridoren sichergestellt werden soll, wodurch der grenzüberschreitende Verlust der Konnektivität hoffentlich der Vergangenheit angehören wird.
Die vierte Aufforderung wurde am 22. Oktober veröffentlicht und am 13. Februar 2025 abgeschlossen. Dies ist die erste Aufforderung zur Einreichung von Vorschlägen, die im Rahmen des zweiten digitalen Arbeitsprogramms 2024–2027 der Fazilität „Connecting Europe“, das am 10. Oktober 2024 angenommen wurde, veröffentlicht wurde. Die im Rahmen dieser Aufforderung erstellten und für eine Finanzierung ausgewählten Vorschläge werden nach Abschluss der Evaluierungen im 4. Quartal 2025 öffentlich bekannt gegeben.
Eine neue Karte der 5G-Korridor-Einführungsprojekte nimmt in Europa Gestalt an, dank der anhaltenden grenzüberschreitenden Zusammenarbeit, der EU-Finanzierung von Forschung und Innovation, aber vor allem dank der beträchtlichen Mittel, die bisher aus dem digitalen Programm der Fazilität „Connecting Europe“ bereitgestellt wurden.
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