Skip to main content
Gestaltung der digitalen Zukunft Europas

Multimediale Maßnahmen – Unterstützung von Nachrichten über EU-Angelegenheiten

Die Multimedia-Maßnahmen der EU zielen darauf ab, die Berichterstattung über EU-Angelegenheiten aus europäischer Sicht zu stärken.

Die Multimedia-Aktionen entsprechen einem jährlichen Haushalt, den die EU unter den Medien verteilt, um sicherzustellen, dass die Bürger Zugang zu unabhängigen Informationen über europäische Themen haben. Dies ist notwendig, da Entscheidungen auf EU-Ebene Auswirkungen auf das Leben der Menschen haben, aber komplex sind und von den Medien oft nicht ausreichend berichtet werden. Die Multimedia-Aktionen tragen somit dazu bei, dass die Bürgerinnen und Bürger sich der Entscheidungen der EU-Organe und anderer Themen, die sie auf europäischer Ebene betreffen, bewusst sind. Die unterstützten Medien haben ihre Unabhängigkeit vertraglich garantiert, so dass sie störungsfrei arbeiten können.

Die Kommission veröffentlicht jährliche Finanzierungsbeschlüsse, die das jährliche Arbeitsprogramm für die Durchführung von Multimedia-Aktionen darstellen.

Derzeit werden die folgenden Arten von Maßnahmen unterstützt:

  • EU-weite audiovisuelle Berichterstattung
  • EU-Audioberichterstattung
  • Digitale Berichterstattung der EU
  • Europäische Medienzentren

Im Anschluss an die Halbzeitbewertung (PDF) der Multimedia-Aktionen wurden mehrere Aktionen verfeinert. Unter anderem wird bei den Maßnahmen der eingehenden Programmplanung Vorrang vor Kurznachrichten eingeräumt, indem Anreize für Projekte geschaffen werden, die sich auf Sprachen/Märkte konzentrieren, in denen sich der Pluralismus verbessern kann, und auf unterversorgte Zielgruppen.

Im Finanzierungsbeschluss 2026 über Multimedia-Maßnahmen sind 21,1 Mio. EUR für die europaweite Berichterstattung, die digitale Berichterstattung und die Audioberichterstattung vorgesehen.

Europaweite Berichterstattung

Ziel dieser Maßnahme ist es, die Quantität, Qualität und Wirkung der unabhängigen audiovisuellen Berichterstattung (AV) über EU-Angelegenheiten durch europaweite Medien in möglichst vielen Sprachen und EU-Mitgliedstaaten zu verbessern. Dazu gehört die Bereitstellung von Inhalten zu EU-Angelegenheiten in Bereichen, in denen solche Inhalte knapp sind (z. B. durch einen AV-Nachrichtendienst auf Ungarisch).

Im Anschluss an eine offene Aufforderung zur Einreichung von Vorschlägen im Jahr 2025 wurden vier Projekte ausgewählt, darunter Projekte von Euronews und Eastern Flank EU Reporting, einem Projekt von neun Medien in ganz Europa.

EU-Audioberichterstattung

Diese Maßnahme zielt darauf ab, innovative Berichterstattung über EU-Angelegenheiten unter Verwendung mehrerer Audioformate zu fördern, sei es über traditionelle oder digitale Sender und Plattformen. Es umfasst die Produktion und Verbreitung von Audioprogrammen zu EU-Angelegenheiten durch europäische Medien, sowohl im Fernsehen als auch auf digitalen Plattformen.

Im Anschluss an eine offene Aufforderung zur Einreichung von Vorschlägen im Jahr 2024 wurde Euranet Plus eine zweijährige Finanzhilfe für 2025 und 2026 gewährt. Im Rahmen dieser Vereinbarung produziert und sendet jeder der 15 Radiosender des Netzes mindestens 10 Minuten pro Woche Inhalte, die seinen Zuhörern EU-Angelegenheiten aus verschiedenen Blickwinkeln erklären.

Digitale Berichterstattung der EU

Diese Maßnahme zielt darauf ab, vertrauenswürdige, gemeinsam genutzte öffentliche Online-Räume in der EU zu unterstützen, in denen die Europäer Zugang zu Informationen haben und an pluralistischen Debatten teilnehmen können, um Sprachbarrieren zu überwinden.

Im Anschluss an eine offene Aufforderung zur Einreichung von Vorschlägen im Jahr 2024 wurden zwei Projekte ausgewählt, darunter der Europäische Korrespondent NextGen und AskEurope.

Europäische Medienzentren

Alle zwei Jahre fordert die Kommission die Antragsteller außerdem auf, sich zusammenzuschließen und neue Ideen zu entwickeln, um die Kuratierung, Produktion und Verbreitung professioneller Nachrichteninhalte und nichtfiktionaler Programme (z. B. Dokumentarfilme) zu EU-Angelegenheiten über Medienzentren zu verbessern.

Im Jahr 2023 wurde im Anschluss an eine Aufforderung zur Einreichung von Vorschlägen Unterstützung in Höhe von 8 Mio. EUR für drei Projekte gewährt, die Anfang 2026 abgeschlossen wurden. Eine neue Aufforderung zur Einreichung von Vorschlägen in Höhe von 7,4 Mio. EUR wurde veröffentlicht, damit die Projekte Anfang 2026 beginnen können. Die Ergebnisse der Aufforderung sind verfügbar.
 

Diese Aktion ist Teil der Nachrichteninitiative

Die neuesten Nachrichten

Several journalists with cameras and pointing microphones, suggesting an interview.
  • Pressemitteilung
  • 16 April 2026

Die Europäische Kommission hat eine Aufforderung zur Einreichung von Vorschlägen veröffentlicht, um die unabhängige audiovisuelle und digitale europaweite Berichterstattung europäischer Medien über EU-Angelegenheiten zu unterstützen.

Several journalists with cameras and pointing microphones, suggesting an interview.
  • Nachrichtenartikel
  • 13 Februar 2026

Im Anschluss an die fünfte Aufforderung zur Einreichung von Vorschlägen für Journalismuspartnerschaften werden sechs Konsortien insgesamt fast 11,7 Mio. EUR an EU-Kofinanzierung erhalten, um die Widerstandsfähigkeit und den Pluralismus des europäischen Nachrichtenmediensektors zu unterstützen.

Zugehöriger Inhalt

Gesamtbild

Die Europäische Union wahrt die Freiheit und den Pluralismus der Medien als Säulen der modernen Demokratie und als Voraussetzungen für eine freie und offene Debatte.

Untersuchung der EU-Unterstützung für den Mediensektor