Die Europäische Kommission will die allgemeine und berufliche Bildung modernisieren, indem sie Forschung und Innovation finanziert und digitale Technologien für das Lernen fördert.
Aktionsplan für digitales Lernen
Der Aktionsplan für digitale Bildung (2021-2027) ist eine politische Initiative der Europäischen Union (EU), mit der die nachhaltige und wirksame Anpassung der Systeme der allgemeinen und beruflichen Bildung der EU-Mitgliedstaaten an das digitale Zeitalter unterstützt werden soll.
Um seine Ziele zu erreichen, enthält der Aktionsplan 13 Maßnahmen in zwei vorrangigen Bereichen:
- Förderung der Entwicklung eines leistungsfähigen Ökosystems für digitale Bildung;
- Verbesserung der digitalen Kompetenzen und Kompetenzen für den digitalen Wandel.
Im Rahmen der Priorität 1, Maßnahme 6, wurde eine Expertengruppe mit der Entwicklung ethischer Leitlinien für künstliche Intelligenz und Datennutzung in der allgemeinen und beruflichen Bildung auf der Grundlage der Ethikleitlinien für vertrauenswürdige künstliche Intelligenz beauftragt, die 2019 von der hochrangigen Expertengruppe für KI vorgelegt wurden.
Im Rahmen der Priorität 2, Aktion 7, wurde eine Expertengruppe mit der Ausarbeitung gemeinsamer Leitlinien für Lehrkräfte und Erzieher beauftragt, um die digitale Kompetenz zu fördern und Desinformation durch allgemeine und berufliche Bildung zu bekämpfen.
Die Leitlinien werden voraussichtlich im September 2022 vorliegen.
Die Europäische Kommission hat 2017 auch eine Mitteilung über die Stärkung der europäischen Identität durch Bildung und Kultur angenommen. Diese Mitteilung war der Beitrag der Kommission zum Gipfeltreffen der Staats- und Regierungschefs zu Bildung und Kultur auf dem Göteborger Gipfel. Einige Maßnahmen müssen bis 2025 angenommen werden.
Förderung von Forschung und Innovation für digitales Lernen
Die Europäische Kommission finanziert zahlreiche Tätigkeiten im Bereich Forschung und Innovation für digitales Lernen im Rahmen mehrerer Programme, darunter Horizont Europa und das Programm „Digitales Europa“, aber auch die Präzedenzprogramme Horizont 2020, das Siebte Rahmenprogramm (RP7) und das Rahmenprogramm für Wettbewerbsfähigkeit und Innovation (CIP).
Im Rahmen der Programme „Horizont Europa“ und „Digitales Europa“ sind folgende Aufforderungen zur Einreichung von Vorschlägen geplant:
- eXtended Reality Learning — Engage and Interact (TOPIC-ID: HORIZON-CL4-2022-HUMAN-01-19), Eröffnungsdatum: 21. Dezember 2021;
- Die Aufforderungen im Rahmen des Arbeitsprogramms 2021-2022 zum Programm „Digitales Europa“ umfassen vorbereitende Maßnahmen für den Datenraum für Kompetenzen, der zwischen dem 17. November 2021 und dem 22. Februar 2022 geöffnet ist.
Im Rahmen von Horizont 2020 wurden folgende Bereiche abgedeckt:
- Mentoring-Programm für Schulen: durchgängige Berücksichtigung von Innovationen durch die Verbreitung fortgeschrittener IKT-gestützter Lehrmethoden in einem breiten Kreis von Schulen (DT-TRANSFORMATIONS-21-2020);ein ermächtigendes, inklusives Internet der nächsten Generation (ICT-2019-30);
- Aufbau internationaler Partnerschaften in Ländern mit niedrigem und mittlerem Einkommen (ICT-39-2016-2017);
- Technologien für Lernen und Kompetenzen (ICT-22-2016);
- Technologien für besseres menschliches Lernen und Lehren (IKT 20 – 2015);
- fortgeschrittene digitale Spiel-/Gamification-Technologien (ICT 21-2014).
Auf Initiative des Europäischen Parlaments kofinanziert die Kommission Pilotprojekte und vorbereitende Maßnahmen:
- vorbereitende Maßnahme — Verbesserung des Zugangs zu Bildungsinstrumenten in Gebieten und Gemeinschaften mit geringer Konnektivität oder geringem Zugang zu Technologien (PPPA-2021-RemoteDigEdu);
- Pilotprojekt – Girls 4 STEM in Europe (Girls4STEM-2019) und das ausgewählte Projekt GEM – Empower Girls to Embrace their Digital and Entrepreneurial Potential.
Digitalisierung von Schulen
Die Kommission führte eine zweite Erhebung unter den Schulen durch: IKT in der Bildung im Jahr 2019. Die Umfrage hatte zwei Ziele:
- Benchmarking der IKT-Fortschritte in den Schulen;
- Definieren Sie ein Modell für ein hoch ausgestattetes und vernetztes Klassenzimmer.
Die Umfrage wurde in 31 Ländern (EU27 + UK, Norwegen, Island und Türkei) durchgeführt. Es bietet detaillierte und zuverlässige Benchmarks für den Einsatz von IKT in der Schulbildung in ganz Europa sowie für die Bereitstellung, Nutzung, das Vertrauen und die Einstellungen der Infrastruktur.
Die Europäische Kommission hat auch eine Studie über satellitengestützte Breitbanddienste in Schulen veröffentlicht. Die Studie ergab, dass im Jahr 2015 schätzungsweise 18 % der Grund- und Sekundarschulen in der EU nicht an Breitband angeschlossen waren. Die Studie kam zu dem Schluss, dass das Satelliten-Breitband eine effiziente Option für schlecht angeschlossene Schulen sein könnte. Sie schlug auch vor, dass ein Gutscheinsystem als Instrument zur Schließung der Breitbandlücke für Schulen eingesetzt werden könnte.
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