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Gestaltung der digitalen Zukunft Europas

Die Zukunft der Landwirtschaft ist da

Die Zukunft der Landwirtschaft beruht auf Forschung, Innovation und Kapazitätsaufbau im Agrar- und Lebensmittelsektor, die durch Initiativen des multifinanziellen Rahmens finanziert werden.

    Ein Bild, das die digitale Transformation der Landwirtschaft darstellt.

Getty Images

Eine Grafik, die die Prognose der Digitalisierung der Landwirtschaft im nächsten mehrjährigen Finanzrahmen zeigt.

Horizont Europa

Im Rahmen des Programms „Horizont Europa“ ist Forschung und Innovation (R & I) ein wichtiger Motor für die Beschleunigung des Übergangs zu nachhaltigen, gesunden und inklusiven Lebensmittelsystemen. Die Kommission hat in Horizont 2020-Projekte investiert, um Innovationen im Agrarsektor zu fördern, und im Rahmen der zweiten Säule von Horizont Europa werden 9 Mrd. EUR in Cluster 6 „Lebensmittel, Bioökonomie, natürliche Ressourcen, Landwirtschaft, Fischerei, Aquakultur und Umwelt“ investiert, einschließlich der Nutzung digitaler Lösungen für den Agrarsektor. Darüber hinaus werden unter Säule II, Cluster 4 „Digital, Industry and Space“ innovative Technologien wie IoT, Cloud- und Edge-Computing, KI, Robotik und Blockchain in landwirtschaftlichen Anwendungsfällen getestet und validiert.

Cluster 4: Digital, Industrie und Raumfahrt

Prüfung und Validierung innovativer Technologien durch Anwendungsfälle in der Landwirtschaft: IoT, KI, Robotik, Blockchain und Edge Computing.

Cluster 6: Lebensmittel, Bioökonomie, natürliche Ressourcen, Landwirtschaft und Umwelt

  • Anwendung fortschrittlicher Technologien in der Agrar- und Lebensmittelindustrie: Drohnen, intelligentes IoT, KI, Upscaling Echtzeit-Sensordaten, 5G- und Edge-Lösungen für die Remote-Landwirtschaft
  • Cross-Nutzen-Analyse
  • Potenzielle Markterkundung, Fahrplan für die Einführung von Technologien

DIGITALES

Das DIGITAL-Programm:

  • Ein gemeinsamer europäischer Agrardatenraum
  • KI-Tests & Experimentiereinrichtungen
  • Digitale Innovationszentren
  • Digitale Kompetenzen

Ein gemeinsamer europäischer Agrardatenraum

  • Die Kommission wird die Schaffung eines gemeinsamen europäischen Agrardatenraums unterstützen, der den vertrauenswürdigen Austausch und die Bündelung von Agrardaten erleichtert.
  • Der Datenraum wird die wirtschaftliche und ökologische Leistungsfähigkeit des Agrarsektors steigern.
  • Sie wird die Nutzung der natürlichen Ressourcen optimieren und zu den Zielen des Grünen Deals und der gemeinsamen Agrarpolitik beitragen.

Bei der Entwicklung von Governance- und Geschäftsmodellen für den gemeinsamen europäischen Agrardatenraum werden das sich entwickelnde Regulierungsumfeld und die Erfahrungen mit dem EU-Verhaltenskodex für den Austausch von Agrardaten durch vertragliche Vereinbarungen berücksichtigt.

Eine Grafik, die die verschiedenen Akteure zeigt, die von der Schaffung eines gemeinsamen europäischen Agrardatenraums profitieren.

Test- und Versuchseinrichtungen für Künstliche Intelligenz

  • Im Rahmen des Programms „Digitales Europa“ werden die Europäische Kommission und die Mitgliedstaaten in mehreren Sektoren, u. a. für Agrar- und Lebensmittel, umfassende Referenzprüfungs- und Versuchseinrichtungen für KI (TEF) von Weltklasse entwickeln.
  • Innovative Technologieanbieter wie Start-ups und KMU profitieren von professioneller Unterstützung bei der Erprobung und Validierung ihrer KI- und Robotik-Lösungen unter realen Bedingungen.
  • Die Einführung vertrauenswürdiger KI für den europäischen Agrar- und Lebensmittelsektor wird einen Schub geben.

TEF wird von Upgrades auf weltweite Referenzstandards profitieren.

Eine Grafik, die die verschiedenen Akteure zeigt, die von Test- und Versuchseinrichtungen im Agrar- und Lebensmittelsektor profitieren.

Europäische digitale Innovationszentren

Die Kommission wird die bestmögliche Nutzung digitaler Technologien beschleunigen, indem sie europäische digitale Innovationszentren (EDIH) einrichtet. Im Agrarsektor werden die Erfahrungen und Lehren aus den bestehenden DIH SmartAgriHubs und AgroRobofood ein guter Bezugspunkt sein.

Europäische DIHs stellen technologisches Know-how und Experimentiereinrichtungen zur Verfügung, um den digitalen Wandel der Industrie und des öffentlichen Sektors zu ermöglichen.

Eine Grafik, die die verschiedenen Vorteile der europäischen digitalen Innovationszentren aufzeigt.

Digitale Kompetenzen

Wie in der Grafik gesehen, sind (digitale) Fähigkeiten und Schulungen für den Erfolg der EDIH unerlässlich. Investitionen sind erforderlich, um die digitalen Kompetenzen der Landwirte zu verbessern. Dies kann durch spezielle Bildungsprogramme oder Module in Schlüsselbereichen erreicht werden. Darüber hinaus sollte die Konzeption und Durchführung spezifischer Kurse im Bereich der digitalen Technologien für Fachkräfte im Agrarsektor unterstützt werden.

Was sind die Hauptziele der neuen gemeinsamen Agrarpolitik?

Die gemeinsame Agrarpolitik (GAP) nach 2020 wird vorgeschlagen, sich auf neun spezifische Ziele und ein Querschnittsziel in den Bereichen Digitalisierung, Wissen und Innovation zu gliedern. Die Mitgliedstaaten werden über ein Portfolio von GAP-Instrumenten verfügen, die sie in ihre nationalen GAP-Strategiepläne aufnehmen können, um die Digitalisierung in der Landwirtschaft und in ländlichen Gebieten zu fördern, z. B. Beratungsdienste, Wissensaustausch, Investitionsförderung oder die Europäische Innovationspartnerschaft für landwirtschaftliche Produktivität und Nachhaltigkeit (EIP-AGRI).

Eine Grafik, die den Querschnittsaspekt des digitalen Wissens und der digitalen Information im Zusammenhang mit den neun Zielen der gemeinsamen Agrarpolitik aufzeigt.

Die EIP-AGRI (European Innovation Partnership for Agricultural Productivity & Sustainability) zielt darauf ab,

  • Förderung von Innovationen für eine wettbewerbsfähige und nachhaltige Land- und Forstwirtschaft in der EU.
  • Unterstützung innovativer Projekte der Operational Group (OG), die sich auf die Bedürfnisse der Landwirte konzentrieren, um gemeinsam innovative praxisreife Lösungen zu entwickeln und zu testen.
  • Bisher wurden 2000 OG-Projekte gefördert, von denen einige an digitalen Innovationen arbeiteten.

Was ist mit der Farm to Fork Strategie?

Eine der Säulen des Grünen Deals der EU ist die Strategie „Vom Hof auf den Tisch“. In dieser Strategie sind die 2030-Ziele für eine nachhaltige Lebensmittelproduktion herausfordernd und ehrgeizig für den Agrarsektor, in dem digital ein Schlüssel zum Erfolg ist. Eine erfolgreiche Umsetzung dieser Strategie war ein IoF2020-Anwendungsfall für Ackerlandwirtschaft, bei dem IoT-Technologien eingesetzt wurden, um den Einsatz von Pestiziden auf dem Land zu optimieren, schädliche Chemikalien in der Umwelt zu minimieren und Kulturen für den Verzehr sicher zu machen.

Eine Grafik, die die 4 Hauptziele der Strategie „Vom Hof auf den Tisch“ zeigt.

Wie in der Europäischen Datenstrategie angekündigt, wird die Kommission die Forschung, Entwicklung und den groß angelegten Einsatz von Cloud-Infrastrukturen und -Diensten der nächsten Generation in der gesamten EU unterstützen. Diese neuen Cloud- und Edge-Kapazitäten sollten hochsicher und vollständig interoperabel sein und offene, herstellerübergreifende Cloud-Plattformen und -Dienste anbieten. Sie werden die europäischen Datenräume ermöglichen und innovative Ökosysteme für den Datenaustausch auf der Grundlage europäischer Cloud- und Edge-Lösungen fördern.

Um die Investitionsbemühungen zu koordinieren und wichtige europäische Industrieakteure zu mobilisieren, forderten die Schlussfolgerungen des Europäischen Rates und die gemeinsame Erklärung der Mitgliedstaaten zur Cloud vom Oktober 2020 die Gründung der Europäischen Allianz für Industriedaten, Edge & Cloud. Die Allianz könnte als einzigartige Plattform für Interessengruppen dienen, um EU-Investitionen zu planen und strategische Partnerschaften zu fördern, um die industrielle Position Europas auf dem globalen Cloud- und Edge-Computing-Markt zu stärken. Die Allianz sollte die Integration dieser Investitionen in die für den Aufbau europäischer Datenräume vorgesehenen Investitionen unterstützen.

Wenn mehrere Mitgliedstaaten gemeinsam ein mögliches wichtiges Projekt von gemeinsamem europäischem Interesse (IPCEI) vorschlagen möchten, das sich auf Technologien der nächsten Generation für Cloud- und Edge-Infrastrukturen und -Dienste konzentriert, wird die Kommission sie begleiten, um dies im Einklang mit den Anforderungen der IPCEI-Mitteilung 2014 zu erstellen, für die Mittel aus der Aufbau- und Resilienzfazilität und ein mögliches Mehrländerprojekt bereitgestellt werden können.

Wie könnte sich die europäische Cloud & Edge-Strategie auf den Agrarsektor auswirken?

Der gemeinsame europäische Agrardatenraum wird voraussichtlich in vollem Umfang europäische Cloud-to-Edge-Infrastrukturen und -Dienste nutzen, die im Rahmen des Programms DIGITAL finanziert werden, sobald diese Infrastrukturen und Dienste verfügbar sind.

Wie wird sich die europäische Datenstrategie auf den Agrarsektor auswirken?

Die Europäische Datenstrategie, die im Februar 2020 angenommen wurde, zielt darauf ab, einen Binnenmarkt für Daten zu schaffen, der die globale Wettbewerbsfähigkeit Europas sicherstellt. Dies bedeutet, dass die gemeinsame Nutzung von Daten sowie praktische, faire und klare Regeln für die Datennutzung und den Datenzugriff ermöglicht werden. In der entsprechenden Mitteilung der Kommission wurde die Schaffung sektor- und bereichsspezifischer Datenräume angekündigt, darunter ein gemeinsamer europäischer Agrardatenraum.

Eine Grafik zur Darstellung der Schritte in der Europäischen Datenstrategie.

Die Kommission hat im November 2020 einen Rechtsakt zur Datenverwaltung vorgeschlagen, der Maßnahmen zur Stärkung des Vertrauens in den Datenaustausch zwischen Unternehmen (B2B) umfasst. Damit werden EU-Vorschriften zur Neutralität geschaffen, die es neuartigen Datenvermittlern ermöglichen, als vertrauenswürdige Organisatoren für den Datenaustausch zu fungieren, und umfasst Maßnahmen zur Erleichterung der Weiterverwendung bestimmter Daten im Besitz des öffentlichen Sektors.

Foto der Exekutiv-Vizepräsidentin Margarethe Vestager und der für Binnenmarkt zuständigen EU-Kommissarin Thierry Breton auf einer Pressekonferenz zur europäischen Datenverwaltung.

Bis Mitte 2021 wird die Europäische Kommission einen Durchführungsrechtsakt vorschlagen, mit dem hochwertige Datensätze des öffentlichen Sektors in einem maschinenlesbaren Format zur Wiederverwendung frei verfügbar gemacht werden sollen. Anschließend wird die Kommission bis Ende 2021 ein Datengesetz vorschlagen, um die Nutzung privater Daten durch Regierungen zu fördern, indem Fragen im Zusammenhang mit dem Datenzugriff und der Verwendung in B2B-Einstellungen behandelt werden.

Zusammenarbeit ist der Schlüssel zum Erfolg Europas

Um echte Spitzenleistungen in der Digitalisierung der Landwirtschaft zu erreichen, steht Zusammenarbeit im Vordergrund. Die Europäische Kommission zeigt den Weg durch eine wirksame und enge Zusammenarbeit zwischen der GD CNECT (Generaldirektion Kommunikationsnetze, Inhalte und Technologien) und der GD AGRI (Generaldirektion Landwirtschaft und ländliche Entwicklung) und setzt damit das Vorbild für alle Interessenträger.

Wie allgemein akzeptiert, sind wir stärker, wenn wir zusammenarbeiten. Die Kommunikation zwischen Landwirten, landwirtschaftlichen Maschinenherstellern, Genossenschaften und Pestizidlieferanten muss erleichtert werden, ebenso wie für private Akteure wie digitale und landwirtschaftliche Ministerien und andere im öffentlichen Sektor. Erst dann gelingt uns der digitale Wandel der Landwirtschaft.

Zugehöriger Inhalt

Gesamtbild

Digitalisierung des europäischen Agrarsektors

Der digitale Wandel der Landwirtschaft wird die Zusammenarbeit über die gesamte Wertschöpfungskette hinweg erleichtern, Landwirte unterstützen und innovative KMU Chancen eröffnen.

Siehe auch

Erklärung der Zusammenarbeit im Bereich der digitalen Landwirtschaft

Am Digitalen Tag im April 2019 unterzeichneten 24 EU-Mitgliedstaaten und das Vereinigte Königreich die Erklärung „Eine intelligente und nachhaltige digitale Zukunft für die europäische Landwirtschaft und den ländlichen Raum“, die Verpflichtungen für Maßnahmen in drei Bereichen...

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