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Gestaltung der digitalen Zukunft Europas

Europäische Strategie für ein besseres Internet für Kinder - BIK+

Die Strategie für ein besseres Internet für Kinder (BIK+) wird sicherstellen, dass Kinder online geschützt, respektiert und gestärkt werden.

Immer mehr Kinder greifen in immer jüngerem Alter und über eine Vielzahl von Geräten auf das Internet zu. Sie verbringen immer mehr Zeit online – in sozialen Medien, in Online-Spielen und über mobile Apps – oft ohne Aufsicht durch Erwachsene.

Während das Internet viele Möglichkeiten für Lernen, Kommunikation, Kreativität und Unterhaltung bietet, eröffnet es auch schutzbedürftigen Benutzern wie Kindern bestimmte Risiken. Minderjährige können schädlichen inhalten und verhaltensweisen im internet ausgesetzt sein, wie cybermobbing, sexuelle belästigung, pornografie, gewalt oder selbstverletzung. Effiziente Reaktionen sind erforderlich, um negative Folgen für ihre kognitive, soziale und emotionale Entwicklung zu verhindern. Neue Technologien wie künstliche Intelligenz, verbesserte Konnektivität sowie erweiterte und virtuelle Realität werden eine wichtige Veränderung in der Art und Weise bewirken, wie Kinder sich in der Gesellschaft engagieren und interagieren.

Was ist die BIK+ Strategie?

Mit der am 11. Mai 2022 angenommenen europäischen Strategie für ein besseres Internet für Kinder (BIK+) wird sichergestellt, dass Kinder im Einklang mit den europäischen digitalen Grundsätzen im Internet geschützt, geachtet und gestärkt werden. Eine kinderfreundliche Version der BIK+ Strategie ist ebenfalls erhältlich. Die Strategie baut auf der ersten europäischen Strategie für ein besseres Internet für Kinder (BIK) auf.

BIK+ spiegelt die Beiträge einer breiten Palette von Ansichten wider, vor allem von Kindern, die regelmäßig an der Umsetzung und Überwachung beteiligt sind. Unsere Vision ist es, altersgerechte digitale Dienste anzubieten, bei denen jedes Kind in Europa geschützt, ermächtigt und online respektiert wird, um sicherzustellen, dass niemand zurückgelassen wird.

BIK+, eine Leitinitiative des Europäischen Jahres der Jugend 2022, schlägt Maßnahmen in Bezug auf drei Säulen vor:

  1. Sichere digitale Erlebnisse - Schutz von Kindern vor schädlichen und illegalen Online-Inhalten, -Verhalten und -Risiken. Ziel ist es, das Wohlbefinden junger Verbraucher im Internet durch ein sicheres, altersgerechtes digitales Umfeld zu verbessern, das so geschaffen wurde, dass das Wohl der Kinder geachtet wird.
  2. digitale Befähigung – Ermöglichung aller Kinder (einschließlich schutzbedürftiger Kinder), die erforderlichen Fähigkeiten und Kompetenzen zu erwerben, um fundierte Entscheidungen zu treffen und sich im Internet sicher und verantwortungsvoll auszudrücken.
  3. aktive Beteiligung – Respektierung von Kindern, indem ihnen im digitalen Umfeld ein Mitspracherecht eingeräumt wird, mit mehr von Kindern geleiteten Aktivitäten zur Förderung innovativer und kreativer sicherer digitaler Erfahrungen.

Im Rahmen von BIK+ bietet das Portal Better Internet for Kids Tausende von Ressourcen und bewährten Verfahren in allen europäischen Sprachen. Das Portal ergänzt die Arbeit des von der EU kofinanzierten Netzes von Safer-Internet-Zentren, das sich an Kinder, Eltern und Lehrer in den Mitgliedstaaten und darüber hinaus wendet.

Während die Zusammenarbeit und die Unterstützung durch die Industrie und die Mitgliedstaaten für die Verwirklichung dieser Pläne von entscheidender Bedeutung sind, bleibt die Beteiligung junger Menschen eine Priorität. Das BIK+ unterstützt die aktive Beteiligung von Kindern, indem es alle zwei Jahre eine von Kindern geleitete Evaluierung der BIK+-Strategie organisiert und Peer-to-Peer-Aktivitäten auf nationaler, regionaler und lokaler Ebene und in der Industrie verstärkt, um ihre jungen Nutzer zu konsultieren.

Die Strategie wird die Politikentwicklung in den EU-Mitgliedstaaten weiterhin informieren und überwachen. Die Kommission wird weiterhin Erfahrungen, Fachwissen und Werte mit internationalen Organisationen und Partnern austauschen und einen gemeinsamen Ansatz für digitale Rechte von Kindern in Europa und weltweit unterstützen.

Weitere EU-Initiativen zum Schutz von Kindern und Jugendlichen im Internet

Die Kommission hat einen umfassenden rechtlichen und politischen Rahmen geschaffen, um Kinder im Internet zu schützen und zu stärken. Im Mittelpunkt stehen das Gesetz über digitale Dienste (DSA) (mit seinen Leitlinien zur Durchsetzung und zum Schutz Minderjähriger), die Richtlinie über audiovisuelle Mediendienste (AVMD-Richtlinie). Da sich die Technologie und die EU-Rechtsvorschriften seit 2012 geändert haben, steht ein Kompendium einschlägiger Rechtsvorschriften zur Verfügung.

Darüber hinaus hat die Kommission im Juli 2025 ein Konzept für die Altersüberprüfung veröffentlicht und führt derzeit Pilotprojekte mit den Mitgliedstaaten, Plattformen und Nutzern durch.

Die Kommission kofinanziert Safer-Internet-Zentren in den Mitgliedstaaten (koordiniert von Insafe) und das Portal Better Internet for Kids, das eine zentrale Anlaufstelle für Ressourcen und den Austausch bewährter Verfahren in ganz Europa ist. Ihre Hauptaufgabe besteht darin, das Bewusstsein zu schärfen und die digitale Kompetenz von Minderjährigen, Eltern und Lehrern zu fördern. Sie bekämpfen auch Online-Material über sexuellen Kindesmissbrauch über ihr Netz von Hotlines (INHOPE). 

Sensibilisierung ist ein wesentliches Element der Online-Sicherheit: Der Safer Internet Day wird jedes Jahr in rund 170 Ländern gefeiert und erreicht Millionen von Menschen weltweit durch Veranstaltungen und verschiedene Aktivitäten.

Um all diese Initiativen zu ergänzen, hat die Kommission im Februar 2026 einen Aktionsplan gegen Cybermobbing angenommen, der auf eine wachsende Zahl von Fällen und die Forderungen der Bürger und jungen Menschen nach Maßnahmen reagiert.

Darüber hinaus holt Präsidentin von der Leyen, wie in der Lage der Union 2025 angekündigt, angesichts der Online-Risiken fachkundige Beratung zu möglichen Altersbeschränkungen für soziale Medien in Europa ein. Die Kommission wird auch eine EU-weite Untersuchung einleiten, um eine faktengestützte Debatte über die Auswirkungen sozialer Medien und übermäßiger Screentime auf das Wohlbefinden und die psychische Gesundheit junger Menschen einzuleiten.

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Gemeinsame EU-Vorschriften gewährleisten einen hohen Datenschutzstandard im Internet. Die EU setzt sich dafür ein, dass die Bürgerinnen und Bürger, insbesondere Kinder, online sicher sind.

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